Lokreport
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 14.05.2015 (15/2015)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Martin Marino, 0151 4 1919252, Stefan Hofmeir, 089 48951049, presse@fahrgaeste.de

Tragischer Tod in der U-Bahn erfordert Maßnahmen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 14.05.2015 (15/2015)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de


Am Dienstag, 12. Mai 2015, gegen 09:45 Uhr, wollte ein amerikanisches Touristenpaar aus Florida vom U-Bahnhof Sendlinger Tor aus mit der U-Bahn fahren. Sie begaben sich auf den Bahnsteig der U3 in Richtung Fürstenried West. Die 63jährige Frau wollte sich anhand der elektronischen Anzeige orientieren und ging ein paar Schritte rückwärts, um die Anzeige besser erkennen zu können. Dabei stürzte sie in das Gleisbett. Sie stand wieder auf und wollte gerade mit Hilfe ihres Lebensgefährten, der sich von der Bahnsteigkante aus zu ihr hinabbeugte, herausklettern, als unmittelbar die U-Bahn einfuhr. Die Frau wurde von der einfahrenden U-Bahn erfaßt, mitgerissen und zwischen dieser und der Bahnsteigkante eingeklemmt, so daß sie unmittelbar verstarb.


"Wir bedauern den Tod der Touristin - und unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, Freunden und den Beteiligten, die dieses tragische Ereignis miterleben mußten", sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Aber auch dieses Geschehen fordert uns alle zum Handeln auf. Kurzfristig wünschen wir uns eine Informationskampagne "Mensch im Gleis", mittelfristig eine Gleisbettüberwachung und langfristig Bahnsteigtüren!"


Leider ist den meisten Fahrgästen gar nicht bekannt, daß sich unter jedem U-Bahnsteig ein Fluchtraum auf der ganzen Länge des Bahnsteiges befindet. Dort kann man sich geduckt relativ sicher aufhalten. Wenn man Zeuge eines solchen Vorfalls wird, sollte unverzüglich der Nothalt für das jeweilige Gleis gezogen werden. Die Nothaltgriffe befinden sich an den auffällig gestalteten Notrufsäulen. Für das weitere Vorgehen gibt es kein Patentrezept. Jedenfalls wird das Wiedererklimmen des Bahnsteiges dadurch erschwert, daß man sich mit den Füßen nicht abstützen kann, denn dort ist ja keine Wand, sondern der Fluchtraum.


An den S-Bahnsteigen gibt es keinen Nothalt. Die Bahnsteigaufsicht kann einen Nothalt auslösen, der Lokführer reagiert sicher auf optische Zeichen. Man sollte den Arm kreisförmig bewegen. Ganz wichtig ist natürlich, daß sich niemand selbst zusätzlich in Gefahr bringt.


Die Sicherheitseinrichtungen werden auch gründlich bei unserem Verhaltenstraining für Fahrgäste besprochen, das wir gemeinsam mit dem Polizeipräsidium München und der Bundespolizeiinspektion München durchführen. Weitere Informationen unter www.fahrgaeste.de/training




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