Lokreport
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 22.05.2015 (16/2015)

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Bahn tut sich mit Rückkehr zum Regelfahrplan schwer

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 22.05.2015 (16/2015)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de


Nach der Einigung auf ein Schlichtungsverfahren zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) und der Deutschen Bahn war es eine gute Nachricht: Der Lokführerstreik wird beendet. Allerdings wurden diejenigen Fahrgäste enttäuscht, die hofften, daß danach unmittelbar alle Züge wieder fahren würden. Die Bahn tut sich mit der Rückkehr zum Normalfahrplan schwer. Bei den Regionalbahnen und den S-Bahnen war es nicht so problematisch wie im Fernverkehr. So gab es im Internet anfangs überhaupt keine Verbindung zwischen Berlin und München. Auch die Fahrgastinformation war nicht optimal. Es wurde sogar berichtet, daß angekündigte Züge aus dem Notfahrplan trotz Streikende nicht verkehrten.


'Wir erwarten, daß die streikenden Lokführer nun alles tun, um schnellstmöglich wieder den Regelbetrieb aufzunehmen', sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. 'Grundsätzlich muß es eine Notdienstvereinbarung geben, die genau regelt, wie der Betrieb wieder aufgenommen wird. Wir werden die Politik auch nicht aus der Verantwortung entlassen, für ein Mindestmaß an Mobilität im Rahmen der Daseinsvorsorge Regeln aufzustellen.'


Alle Fahrgäste hoffen, daß alle Tarifkonflikte der Bahn nun endlich beendet werden. Es wäre jetzt wirklich grotesk, wenn nach den Lokführern die Fahrdienstleiter und ihre Kollegen streiken würden. Das System Bahn wurde bereits mehr als erträglich geschädigt.


Wenn sich auch die Fernbuslinienbetreiber und die Mietwagenverleiher freuen konnten, so ist der gesamtgesellschaftliche Schaden viel zu groß. Diesen Schlamassel hat die Politik mit ihrer Privatisierung und dem geplanten Börsengang der Bahn angerichtet. Jetzt muß für Lösungen gesorgt werden, die das System Bahn nachhaltig wieder auf die Spur bringen. In die Stellwerke und Betriebszentralen gehören Beamte. Und in die Führerstände auch. Es muß einen offiziellen Notfahrplan geben, der mit dem Jahresfahrplan veröffentlicht wird.


'Nach dem vorläufigen Streikende ist nicht alles gut. Die Politik hat nun viele Hausaufgaben zu machen', sagt Nagel.




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