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Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.12.2015 (36/2015)

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Bahnsteigtüren unverzichtbar

Ein 29jähriger wollte am Mittwoch, 23. Dezember 2015, gegen 22:50 Uhr, auf dem Bahnsteig der U3/U6 am U-Bahnhof Sendlinger-Tor-Platz an wartenden Fahrgästen vorbeigehen. Hierbei kam er der Bahnsteigkante sehr nahe und stürzte in das Gleisbett. Gerade in diesem Augenblick fuhr ein 56jähriger mit der U3 von Moosach kommend in den U-Bahnhof ein. Er bemerkte den Sturz des Mannes und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Ein am Bahnsteig anwesender Verkehrsmeister rief dem Fahrgast zu, er solle sich in den „Sicherheitsraum“ unterhalb der Bahnsteigkante flüchten. Der junge Mann reagierte schnell und rollte sich in den Sicherheitsraum. Einen Moment später fuhr die bremsende U-Bahn an ihm vorbei. Es kam zu keiner Berührung zwischen U-Bahn und dem Mann. Der Verkehrsmeister schloß den Strom kurz und konnte den 29jährigen anschließend bergen. Der Gestürzte brach sich bei dem Unfall den linken Ellbogen und wurde mittels Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Aufgrund des Ereignisses war das Gleis für 30 Minuten gesperrt. Es fielen deshalb mehrere U-Bahnzüge aus.

'Wir freuen uns über das große Glück des jungen Mannes und sind dankbar für die vorbildliche Reaktion des Verkehrsmeisters', sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. 'Dieses Ereignis zeigt aber wieder einmal, wie dringend notwendig die technische Aufrüstung des Münchner U-Bahnsystemes ist: Wir brauchen Bahnsteigtüren, die Gleisbettüberwachung und einen automatischen Fahrbetrieb zur Leistungssteigerung der bestehenden Tunnel.'

Der Fahrgastverband fordert seit langem, in das bestehende System zu investieren und es auf einen zeitgemäßen technischen Stand zu bringen. Nur Bahnsteigtüren können an den hochbelasteten Stationen für die notwendige Sicherheit sorgen. Zwar wird den U-Bahnhof Sendlinger Tor umgebaut, dies ist aber nicht ausreichend um dem hohen Fahrgastansturm gerecht zu werden. Die Gleisbettüberwachung soll an weniger belasteten Bahnhöfen für zusätzliche Sicherheit sorgen. In der Vergangenheit gab es etliche bedauerliche Fälle, bei denen die Zeit zwischen dem Sturz ins Gleisbett und dem Einfahren des Zuges genügend lange gewesen wäre, um einen tödlichen Ausgang zu vermeiden. Auch muß verstärkt auf den 'Sicherheitsraum' unter jedem Bahnsteig in den Tunnelbahnhöfen hingewiesen werden.

'Wir appellieren auch an alle Fahrgäste, zuerst an ihre eigene Sicherheit zu denken. Es lohnt sich nicht für ein paar Sekunden Zeitgewinn, ein Risiko einzugehen', sagt Nagel mahnend.

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