U-Bahn darf nicht ausgehungert werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 12.11.1998 (08/1998)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Das U-Bahnnetz wächst um 7 Kilometer zum Fahrplanwechsel 1999. Das freut die zukünftigen neuen Fahrgäste und uns. Leider geht dieser Zuwachs aber zu Lasten der bisherigen Fahrgäste in Neuperlach und Laim. Denn nur optisch kommen im neuen U-Bahnplan zwei neue Linien dazu – in Wirklichkeit wird in den Bahnhöfen Neuperlach Süd, Therese-Giehse-Allee, Laimer Platz und Friedenheimer Straße weniger gefahren. Und zwar halb so oft. Logisch, daß das Platzangebot in den Außenbereichen ausreicht. Aber die Häufigkeit der Abfahrt ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale beim Linienverkehr.

Es genügt nicht, daß der Stadtrat neue U-Bahnlinien beschließt, er muß auch das notwendige Geld für den Betrieb und zusätzliche Züge bereitstellen. Am neuen U-Bahnnetz zeigt sich wie wichtig die politische Verantwortung ist. Diese kann nicht auf eine städtische Beteiligungsgesellschaft (SWM GmbH) übertragen werden. Ein städtisches Referat muß hier die Federführung haben. Man kann sich noch überlegen, ob Planungs-, Umwelt- oder Wirtschaftsreferat die richtige Adresse ist. Und von dort muß auch die MVV-GmbH geführt werden.

Viel Geld für einen U-Bahntunnel auszugeben, der dann nur alle 10 Minuten befahren wird das macht keinen Sinn.

Mit freundlichem Gruß
Andreas Nagel

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