Sicherheit bei der Deutschen Bahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 13.05.1999 (08/1999)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Schon wieder ist ein Güterwagen entgleist. Wenn wir den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn richtig verstanden haben, so sind daran die Medien schuld, weil sie jedes noch so kleine Ereignis hochspielen. Nein, Herr Ludewig, so leicht können Sie sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Die Fahrgäste und die Medien stehen dem Unternehmen Eisenbahn immer sehr aufgeschlossen und positiv gegenüber. Die organisatorischen Umwälzungen, der Verzicht auf erfahrene Betriebsbeamte und der finanzielle Ergebnisdruck haben die Bahn an den Rand des Sicherheitsruins gebracht. Es hatte gute Gründe, daß die Züge an den großen Bahnhöfen durch Aufsichtsbeamte abgefertigt wurden, die auch über die notwendige betriebliche Erfahrung verfügten. Es war richtig, daß sich Wagenmeister intensiv um die Güterwagen kümmerten.

Sicherheit muß bei der Bahn wieder an die erste Stelle rücken. Das komplexe System Eisenbahn kann nicht nur von einer Betriebszentrale aus gesteuert werden. Es braucht auch Fahrdienstleiter vor Ort, die durch ihre Arbeit für Sicherheit sorgen.

Eingespart werden kann an unsinnigen Aktionen wie dem Austausch von gut lesbaren weißen Bahnhofsschildern mit schwarzer Schrift durch solche mit weißer Schrift auf blauem Grund.

Mit freundlichem Gruß
Andreas Nagel

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