Trambahn-Beschleunigung zahlt sich für alle aus

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.07.1999 (11/1999)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die seit Jahren praktizierte Beschleunigung von Trambahnlinien in München macht Sinn. Für die Fahrgäste, die Verkehrsbetriebe und selbst für die Autofahrer. Die Fahrgäste kommen durch die Beschleunigung schneller ans Ziel, die Trambahnlinien werden dadurch attraktiver. Auf allen beschleunigten Linien konnten deutliche Fahrgastzuwächse verzeichnet werden. Dadurch wird der öffentliche Nahverkehr rentabler. Auch für die Verkehrsbetriebe sind die Beschleunigungsmaßnahmen sinnvoll. Kann doch dadurch das gleiche Beförderungsangebot mit weniger Fahrzeugen und Fahrern angeboten werden. Und auch die Autofahrer profitieren von der Beschleunigung. Insbesondere bei Kreuzungen, an denen die Trambahn abbiegt und ein eigenes Signal benötigt. Für die Trambahnen wird hier immer nur dann für ein paar Sekunden eine Grünphase eingefügt, wenn auch ein Zug kommt. Während der restlichen Zeit bekommen die Autofahrer gegenüber vor der Beschleunigung verlängerte Grünphasen.

Beschleunigungsmaßnahmen beim öffentlichen Nahverkehr setzten sich auch international immer mehr durch. Besonders engstirnige Zeitgenossen, die nur das Auto als einziges Fortbewegungsmittel kennen, fühlen sich durch eine beschleunigte Trambahn ausgebremst. Sie wollen nicht erkennen, daß es sinnvoller ist 50 Personen in einer Trambahn Vorfahrt zu gewähren, als ein paar Autos mit durchschnittlich ein bis zwei Personen.

P.S.: Was ist der Unterschied zwischen dem MVV und dem Auto? Beim MVV muß man sofort bar zahlen, das Auto gibt es auch auf Kredit!

Mit freundlichem Gruß
Andreas Nagel

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