Schluß mit dem ständigen Fahrplanwechsel

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 27.08.1999 (12/1999)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Ein großer Nachteil des Linienverkehrs ist die Abhängigkeit von festen Abfahrtszeiten und bestimmten Linienwegen. Ein Auto fährt ja bekanntlich zu jeder Zeit (zumindest in der Regel) wohin man will. Also braucht der Fahrgast Informationen über die Fahrpläne und Linienwege. Diese Informationen gibt es in Fahrplanbüchern und heute natürlich auch in den elektronischen Medien. Früher gab es zweimal im Jahr einen Fahrplanwechsel – und man konnte sich für den angegebenen Zeitraum darauf verlassen. Heute stimmt der MVV-Fahrplan schon am Tage seiner Herausgabe nicht mehr und muß mit einem Nachtragsheft ergänzt werden.

Ganz aktuell ändern sich die Fahrpläne der MVV-Linien 267 und 268 zum 1. September 1999, dann werden am 12. September 1999 die MVV-Linien Tram 20 und Tram 21 zwischen Sendlinger Tor und Stachus eingestellt und am 13. September 1999 startet die MVV-Verstärkerlinie Tram 16.

Die Verantwortlichkeiten für diesen ständigen Fahrplanwechsel sind vielfältig. Die Aufgabenträger, so zum Beispiel die Landkreise, entscheiden sich erst spät für ein Angebot. Die früher zentral beim MVV in der Thierschstraße erstellten Fahrpläne werden teilweise von den Verkehrsunternehmen zusammengebastelt und verspätet an den MVV übermittelt – vielleicht auch nicht immer fehlerfrei. Und beim MVV selbst gibt es auch Probleme bei der Herstellung der verschiedenen Objekte.

Dies interessiert den Fahrgast aber alles nicht. Er braucht zuverlässige Informationen über die einzelnen Linien und darf nicht gezwungen werden, sich täglich ‚online‘ über das aktuelle Fahrplanangebot informieren zu müssen. Das Auto steht bis auf ganz bedauerliche Ausnahmen am nächsten Morgen auch noch am letzten Abstellplatz und Kupplungs- und Bremspedal sind auch nicht vertauscht.

Mit freundlichem Gruß
Andreas Nagel

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