Seit 5 Jahren erfolgreich: MVV-Nachtlinien

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 13.09.1999 (14/1999)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

In der Nacht vom 13./14. September 1994 wurden die MVV-Nachtlinien feierlich eröffnet. Seither fahren die MVV-Nachtlinien in der Stadt jede Nacht im Stundentakt und am Wochenende alle 30 Minuten.

Die Stadträte Fricke, Schosser und Zöttl haben den MVV-Nachtverkehr beantragt, der Oberbürgermeister hat ein ‚Machtwort‘ gesprochen und der Kämmerer gibt das Geld dazu. Nachtverkehr ist ein Stück Daseinsvorsorge, dessen Nutzen weit über die tatsächlichen Fahrgastzahlen hinausgeht: Jugendlichen ist es möglich, einigermaßen sicher nach Hause zu kommen ohne Trampen zu müssen. Dienstleister, die früh oder spät unterwegs sein müssen, können auf ein Auto verzichten. Vielleicht fällt es einem auch leichter mit Alkohol im Blut auf das Auto zu verzichten, wenn nicht eine saftige Taxlerrechnung droht.

Schade, daß dieses Jubiläum nicht offiziell gefeiert wird. Wir wollen dies nicht als schlechtes Omen werten. Der Münchner Nachtverkehr ist einfach so normal, daß er auch ohne Feier dazugehört.

Damals haben wir den Verantwortlichen des MVV eine ‚Schlafmütze‘ geschenkt, weil zu wenig auf den Sammelanschluß am Stachus hingewiesen wurde. Diese haben sie auch heute noch verdient, weil an keinem U-Bahnhof leicht erkennbar ist, daß er von einer Nachtlinie an der Oberfläche angefahren wird. Aber der MVV hat wenigstens mit seichten Sprüchen ‚… wir kommen öfter‘ versucht auf den Nachtverkehr aufmerksam zu machen, wenn auch die ständige Verfügbarkeit eines Nachtlinienplanes für die Fahrgäste mehr Nutzen stiften würde.

Mit freundlichem Gruß
Andreas Nagel

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