Schrumpfbahn ist keine Lösung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 25.01.2000 (04/2000)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Wer heute auf dem Streckennetz der Deutschen Bahn unterwegs war, hatte nicht den Eindruck von zuviel Personal umsorgt zu sein. Das Konzept mit ständigen Streichungen zu einer wirtschaftlichen Bahn zu kommen, ist bisher immer gescheitert. Nur der leicht merkbare Stundentakt, vernünftiges Wagenmaterial und eine große Pünktlichkeit führen in die Zukunft der Bahn. Vielleicht wurde der neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, falsch verstanden – oder er muß sich noch intensiver mit der neuen Materie beschäftigen. Eine Motivation für die Mitarbeiter waren seine bisher veröffentlichten Aussagen jedenfalls nicht. Und ehrlich gesagt, eine rot-grüne Verkehrspolitik haben wir uns anders vorgestellt. Jedenfalls sind wir froh, daß Spargedanken in Bayern noch nicht Fuß gefaßt haben: Wir begrüßen den Ausbau der Strecke München – Lindau sehr und freuen uns über die Vorfinanzierung durch den Freistaat Bayern. Ein attraktives Angebot hat im Linienverkehr bisher immer seine Kunden gefunden.

Grundsätzlich sind wir der Ansicht, daß die Schieneninfrastruktur genauso wie der Straßenbau in staatliche Hand gehört. Denn das ist ein Stück Daseinsvorsorge. Auf einem modernen Streckennetz können sich dann verschiedene Unternehmen mit ihren innovativen Konzepten Konkurrenz machen – allerdings nicht mit dem berühmten ‚Rosinenpicken‘. Der Nutzen eines Zuges in der Nacht geht weit über seinen tatsächlichen Besetzungsgrad hinaus. Das Auto verkörpert ein Stück räumliche und zeitliche Freiheit, das aber allen Bürgern zusteht.

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