MVV ist kein Sparobjekt

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 11.11.2001 (17/2001)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Meinung des Oberbürgermeisters, daß bei knappen Kassen nicht die Fahrpreise erhöht werden können (nachdem die letzte Tariferhöhung im Juni sehr kräftig ausgefallen ist) und deshalb das Leistungsangebot überprüft werden muß, kann nur widersprochen werden: Das Leistungsangebot wurde zum Beispiel bei der U-Bahn mit der Taktverschlechterung vom 10-Minutenabstand zum 20-Minuten-Takt schon über das erträgliche Maß hinaus gekürzt. Und Bus und Trambahn fahren am Abend und am Wochenende schon in einem Takt, der keinen Autofahrer mehr anlockt. Daß es ein paar Kurse gibt, die wirklich nicht mehr benötigt werden, mag ja sein. Dafür müßte aber das Angebot an anderer Stelle massiv erhöht werden. (Beispiel U3/U6, Tram 20 und 27, Bus 37 und 41)

Der Münchner Linienverkehr ist ein Stück Daseinsvorsorge, das nicht in Abhängigkeit der Steuereinnahmen als beliebige Dispositionsmasse betrachtet werden darf.

Mit aller Macht wird der Wettbewerb bei den Verkehrsunternehmen behindert und die öffentlichen Unternehmen MVV und die künftig MVG liefern sich Werbeschlachten um das Logo. Hier scheint Geld keine Rolle zu spielen – und es nützt dem Fahrgast überhaupt nichts. Vielleicht sollte man zuerst an Stellen sparen, an denen es keiner spürt.

Wenigstens kann man die Ehrlichkeit anerkennen, daß schon vor der Wahl Einschränkungen beim MVV-Linienverkehr angekündigt werden.

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