MVV-Krise als Chance nutzen!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 30.10.2002 (11/2002)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

20 Millionen Fahrgäste werden voraussichtlich dem MVV in diesem Jahr fehlen. Dies ist erschreckend, da eine Verringerung des Individualverkehrs nicht bemerkt werden kann. Noch erschreckender sind allerdings die Schlußfolgerungen, die der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, gezogen haben soll:
Statt endlich für einen attraktiven Oberflächenverkehr zu sorgen will er das Omnibusnetz dramatisch ausdünnen: Auf schwachen Linien soll nur noch alle Stunde ein Bus kommen.

Lieber Herr Oberbürgermeister, wir dachten immer Sie hätten verstanden, daß Linienverkehr ein Stück Daseinsvorsorge ist und eine Abwärtsspirale aus Kürzungen zu noch weniger Fahrgästen und damit zu weiteren Kürzungen führt!

Wir fordern ein sofortiges Ende der Ressourcenverschwendung beim Logo-Streit von MVV und MVG. Wiedereinführung des Streifenkartenverkaufes in den Oberflächenverkehrsmittel Trambahn und Bus. Schnelle Einführung einer funktionierenden Anschlußsicherung der Verkehrsmittel untereinander.

Wir haben nie den Transport der berühmten ‚heißen Luft‘ gefordert, aber das ständige Herumgedoktere an den Fahrplänen und Linienführungen kann zu keinem Erfolg führen. Nur ein Linienverkehrsmittel, das in vernünftigen Abständen und auf merkbaren Strecken verkehrt, kann Fahrgäste gewinnen. Schikanen wie zum Beispiel das Handy-Verbot gehören abgeschafft!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*