U-de-Bahn ist unbezahlbar

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 18.10.2002 (10/2002)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die U-Bahn nach Pasing wird zur Zeit auf ihre Notwendigkeit überprüft. Das ist ein erfreuliches Ergebnis der leeren Stadtkassen. Nun stellt sich die Frage, was dies für die Fahrgäste bedeutet. Tatsache ist, daß in Pasing 12 regelmäßige Abfahrten der S-Bahn je Stunde erfolgen, was rechnerisch einen 5-Minutentakt ergibt (in Wirklichkeit beträgt der Abstand 4, 6, 3 und 7 Minuten). Der 20-Minutentakt von den vier S- Bahnlinien soll auf einen 10-Minutentakt verdichtet werden, dazu soll ein zweiter S-Bahntunnel gebaut werden. Dieses Taktangebot ist dann auf jeden Fall ausreichend. Die Fahrzeit der S-Bahn beträgt von Pasing bis zum Stachus 10 Minuten, die Fahrzeit der U-Bahn wäre länger.

Nun sind die derzeitigen betrieblichen Mängel am S-Bahn-System bekannt, aber den Bau einer Ersatzverkehrslinie im Untergrund rechtfertigt dies nicht.

Alle Verbesserungen im U-Bahn-System der letzten Jahre mußten mit Verschlechterungen im Oberflächenverkehr bezahlt werden, da die Münchner Verkehrsgesellschaft keine höheren Kosten im Betrieb hinnehmen wollte.

Weil jeder Steuer-Euro nur einmal ausgegeben werden kann, ist es aus Sicht der Fahrgäste sinnvoller, das System S-Bahn auf einen vernünftigen Stand zu bringen. Dies muß unabhängig von der Zuständigkeit von Stadt (U-Bahn) und Land (S-Bahn) geschehen.

Der Oberbürgermeister wäre gut beraten, die überflüssige U-Bahn nach Pasing jetzt aus dem Bauprogramm zu nehmen.

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