Überfordert der Schneefall die MVG?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 25.01.2004 (01/2004)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Fahrgäste sind in München Kummer gewöhnt. Aber wo eigentlich keine Steigerung mehr möglich scheint gelingt es den hier tätigen Verkehrsunternehmen immer noch für weitere unangenehme Überraschungen zu sorgen: Heute fährt auf der Stammstrecke wegen den Baumaßnahmen keine S-Bahn. Auch auf der wichtigsten U-Bahnstrecke vom Marienplatz zur Münchner Freiheit fährt nur noch ein Restangebot. Statt 12 Abfahrten gibt es nur noch drei – eben alle 20 Minuten. Und dann muß auch noch der Trambahnverkehr eingestellt werden. Der Busverkehr wird auch mit größeren Pausen abgewickelt.

Hier scheint sich das Sparen an der falschen Stelle überall bitter zu rächen. Leiden müssen allerdings nicht die Verantwortlichen – sondern die Kunden.

Sicherheit muß natürlich überall Vorrang haben. Aber den Trambahnbetrieb gänzlich einzustellen scheint schon sehr fragwürdig. Früher fuhren zusätzliche Trambahnen die ganze Nacht hindurch, um die Gleise frei zu halten. Es gab schienengebundene Schneepflüge und vielleicht auch mehr Personal, das sich um den Betriebsablauf kümmerte.

Ganz unverständlich bleiben aber die Schwierigkeiten nach Wiederaufnahme des Betriebes. Da fuhren die Trambahnen teilweise im Pulk, also drei hintereinander und dann wieder keine mehr. Trotz aller modernen Rechnersysteme hätte hier der gute alte Verkehrsmeister geholfen, der die Züge in regelmäßigem Abstand auf die Strecke schickt. Vielleicht sollten wir uns einen neudeutschen Namen dafür ausdenken: Supervisor. Denn etwas Gutes kann man auch zweimal erfinden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*