Rettet die Tram 25!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 17.01.2005 (01/2005)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Seit dem 12. August 1910 verbindet die Tram 25 München mit Grünwald – und umgekehrt. Schon damals verzeichnete der Chronist langwierige Verhandlungen zwischen der Landeshauptstadt München und der Gemeinde Grünwald.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat zum 1. Februar 2005 bei der Regierung von Oberbayern die Entbindung von der Betriebspflicht, die eigentlich bis zum Jahr 2016 andauert, beantragt. Die Regierung muß nun ohne einen Ermessensspielraum nach dem Gesetz entscheiden, ob ein weiterer Betrieb der Tram 25 für die MVG wirtschaftlich zumutbar ist.

Leider konnten sich der Landkreis München, die Gemeinde Grünwald und die MVG nicht über die Kosten der Trambahn einigen. (Zusätzlich 800.000 Euro pro Jahr.)

Alle entscheidungsrelevanten Dinge werden hinter streng verschlossenen Türen verhandelt, zum allseitigen Bedauern ist uns die MVG ja nicht für einen offenen Umgang mit Zahlen bekannt.

Aus Sicht der Fahrgäste ist der Weiterbetrieb der Trambahn zwischen München und Grünwald unverzichtbar – und zwar unabhängig davon ob nun die Münchner nach Grünwald fahren – oder die Grünwalder nach München. In einer Zeit, wo an anderer Stelle jahrelang über die Einführung einer Stadtumlandbahn gerungen wurde, wäre es grotesk, wenn die bestehende Schienenverbindung von der Landeshauptstadt in den Landkreis aufgegeben werden würde.

Schlimm und wenig attraktiv für die Fahrgäste ist der am 12. Dezember 2004 eingeführte ‚Hinke-Takt‘ mit 7- und 13- Minuten Wartezeit statt dem bisherigen 10-Minuten-Takt.

Auch die fehlenden Fahrkartenautomaten und die nicht vorhandenen dynamischen Fahrplananzeigen zeigen, wie lieblos mit der Tram 25 umgegangen wird. Vom 10-Minuten-Takt am Wochenende, der besonders für die Besucher des Bavaria- Filmgeländes wichtig wäre hat man sich schon vor Jahren verabschiedet.

Wir fordern

– eine schnelle und langfristige Einigung zwischen Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen (Landkreis München und MVG)

– attraktive und merkbare Fahrplangestaltung (10-Minuten-Takt)

– zeitgemäße Ausstattung der Haltestellen mit Fahrkartenautomaten und Fahrgastinformationssystemen.

– einen runden Tisch, an dem die Verantwortlichen gemeinsam mit den Fahrgästen nach Lösungen für ein verbessertes Angebot suchen.

Wir freuen uns über jede Unterstützung für den Erhalt der Trambahnlinie nach Grünwald:
aktion@fahrgaeste.de oder (089) 955449

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