Tariferhöhung: MVV wieder unbelehrbar

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.12.2006 (10/2006)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Bei der heute von der Gesellschafterversammlung des MVV zum 1. April 2007 beschossenen Tariferhöhung hat sich wieder einmal gezeigt, dass der MVV unbelehrbar ist. ‚Auch künftig sollen für gutes Geld erworbene Fahrkarten drei Monate nach einem Tarifwechsel zu wertlosem Altpapier oder gnädigerweise für zwei Euro Bearbeitungsgebühr umgetauscht werden‘, so Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Dabei wäre unsere Forderung nach einem Aufdrucken einer Mindesthaltbarkeit auf die Fahrkarten so einfach zu realisieren. Doch der MVV setzt lieber die bewährte Fahrgastschikane fort.‘ Denn nicht nur Touristen sind immer wieder überrascht, dass vor drei oder vier Monaten erworbene Fahrkarten bereits nicht mehr gelten.

Auch konnten sich die MVV-Gesellschafter nicht dazu durchringen, endlich einmal den Fahrplanwechsel und die Tariferhöhung auf einen Termin zu legen. Das künftige Tarifende zum 30.6.2008 sorgt dann für Verwirrung total. Außerdem müssen auch künftig die Haltestellen zweimal im Jahr für die Plakatierung neuer Aushänge angefahren werden.

Den Tarif um zusätzliche 0,2% zur Verbesserung der Sicherheitslage anzuheben, ist aus Sicht der Fahrgäste absolut unverständlich. Die allgemeine Sicherheit zu gewährleisten ist Aufgabe des Staates und nicht der Verkehrsunternehmen. ‚Schließlich müssen die Autofahrer auch keinen Benzin-Aufschlag für die zusätzliche Sicherheit zahlen‘, so Nagel. ‚Der MVV hat mit dieser Tariferhöhung keine Weitsicht bewiesen und die Chance vertan, innerhalb seines Systems Kosten zu sparen.‘

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