Zahlreiche Änderungen zum Fahrplanwechsel

Die MVG hat den betroffenen Bezirksausschüssen die geplanten Maßnahmen für den Fahrplanwechsel 2007/2008 vorgestellt. Bei U-Bahn, Bus und Trambahn wird sich Einiges ändern.

Ab Mitte Dezember 2007 beginnt der Jahresfahrplan für 2008. Nun hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) den betroffenen Bezirksausschüssen ihre Änderungsvorschläge für U-Bahn, Bus und Trambahn vorgestellt. Zum einen ergeben sich die beabsichtigten Maßnahmen im Busbereich aus der Verlängerung der U-Bahnlinie U3. Hier muss das bestehende Busnetz entsprechend angepasst werden. Zum anderen werden aber auch neue Wohngebiete an das Busnetz angebunden. Zum Beispiel erhält der Stadtteil Fasanerie erstmals eine eigene Buslinie, und auch die neuen Wohngebiete am Ackermannbogen, an der Friedenheimer Brücke und an der Bajuwarenstraße sollen eine neue bzw. eine verbesserte Anbindung erhalten. Teilweise greifen geplante Änderungen die Wünsche der jeweiligen Bezirksausschüsse bzw. Fahrgäste auf. Auf der Metrobus-Linie 53 wird die erste Stufe der Beschleunigung umgesetzt, so will man kürzere Fahrzeiten und mehr Pünktlichkeit erreichen.

Und hier die wichtigsten der geplanten Maßnahmen zum Fahrplanwechsel 2007/ 2008 im Detail:

Geplante Änderungen bei der U-Bahn:

Verlängerung der U-Bahnlinie U3 zum Olympia-Einkaufszentrum:
Ab dem 28. Oktober wird die U-Bahnlinie U3 vom Olympiazentrum zum Olympia-Einkaufszentrum verlängert.

Gleichzeitig mit der Verlängerung der U-Bahnlinie U3 soll die Metrobus-Linie 51 von der Haltestelle Olympia-Einkaufszentrum Ost bis zur Haltestelle Olympia-Einkaufszentrum Süd zurück genommen werden. Der Streckenabschnitt vom Olympia-Einkaufszentrum zum Olympiazentrum wird durch die neue U3 ersetzt. Die Haltestellen Gärtnerstraße und Olympia- Pressestadt werden dann von der Linie 51 nicht mehr angefahren.

Folgende Buslinien werden daraufhin ab dem Fahrplanwechsel im Dezember an die Verlängerung der U3 angepasst:

– Geplant ist, die Metrobus-Linie 50 im Bereich zwischen Lassallestraße und Bingener Straße entweder über das Olympia-Einkaufszentrum oder die Andernacher Straße zu führen. Die Festlegung auf einen der beiden Linienwege soll in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Bezirksausschuss geschehen.

– Die Stadtbus-Linie 142 soll in der morgendlichen Hauptverkehrszeit im Bereich zwischen Max-Wönner-Straße und Olympia-Einkaufszentrum sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 19 Uhr verdichtet werden.

– Die Stadtbus-Linie 143 soll bis zum Olympia-Einkaufszentrum zurückgenommen werden. Die Haltestellen Lassallestraße bis Studentenstadt werden vom Stadtbus 143 dann nicht mehr angefahren. Als Ausgleich dafür sollen die Stadtbus-Linien 173 und 177 vom Olympiazentrum aus über den Petuelring bis zur Studentenstadt verlängert werden.

– Die Stadtbus-Linie 174 soll entfallen. Alternativ stehen den Fahrgästen die Stadtbus-Linien 142 und 143 zur Verfügung.

– Eine von den Bürgern lang ersehnte Veränderung ist die neue Stadtbus-Linie 175 in die Fasanerie. Sie soll ab dem Olympia-Einkaufszentrum über die Feldmochinger Straße zum S-Bahnhof Fasanerie und weiter über den Blütenanger zur Endstation Alt-Ludwigsfeld fahren. Dabei werden sechs neue Haltestellen eingerichtet: Merseburger Straße, Fasanerie Bahnhof, Sonnentaustraße, Pappelallee, Blütenanger und Alt-Ludwigsfeld. Außerdem beabsichtigt man, die Stadtbus-Linie 175 montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr, samstags von 8 bis 21 Uhr und sonn- und feiertags von 10 bis 20 Uhr jeweils im 20-Minuten-Takt fahren zu lassen.

– Zur Optimierung des Fahrzeugeinsatzes sollen die Stadtbus-Linien 178 und 179 zusammengelegt und neu über den U-Bahnhof Frankfurter Ring und die Knorrstraße zum Olschewskibogen geführt werden. Damit kann der Olschewskibogen auch an Samstagen bedient werden.

Optimierung einiger U-Bahnanschlüsse:
An Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen im Frühverkehr sollen die Abfahrtszeiten der Linie U6 ab dem Endbahnhof Klinikum Großhadern um jeweils eine Minute nach vorn verschoben werden. Dadurch verbessern sich an diesen Tagen während des 20-Minuten-Takts in der Früh einige Anschlüsse an den U-Bahnhöfen Odeonsplatz, Sendlinger Tor, Münchner Freiheit und Implerstraße zu anderen U-Bahnlinien.

Geplante Änderungen bei Metrobus-Linien:
Auf der Metrobus-Linie 53 wird zwischen Harras und Aidenbachstraße sowie Kurfürstenplatz und Münchner Freiheit die erste Stufe der Beschleunigung umgesetzt. Dadurch ändern sich die Fahrzeiten in diesen Streckenabschnitten.

Geplante Änderungen bei Stadtbus-Linien:
Aufgrund der zunehmenden Bebauung der Bajuwarenstraße soll der Takt der Stadtbus-Linie 139 in der Hauptverkehrszeit im Bereich zwischen Neuperlach Zentrum und Trudering von 20 auf 10 Minuten verdichtet und die Betriebszeit in diesem Abschnitt bis 24 Uhr verlängert werden.

Die Stadtbus-Linie 151, die die Metrobus-Linie 51 verstärkt, soll entsprechend der festgestellten Fahrgastströme einerseits nicht mehr zum Romanplatz fahren, sondern bereits nördlich der Laimer Unterführung an der neuen Haltestelle Nymphenburg Süd enden (der Abschnitt zum Laimer Platz wird weiterhin von der Metrobus-Linie 51 im 10-Minuten-Takt bedient).
Am anderen Ende soll die Linie dafür ab Waldfriedhof bis Forstenrieder Allee verlängert werden, um neue Direktverbindungen aus Richtung Fürstenrieder Straße in Richtung Forstenried/Fürstenried (Stadtteilzentrum) und zu den Einkaufsmärkten an der Drygalski-Allee zu ermöglichen.
Der neue Stadtteil am Ackermannbogen soll eine vorläufige Anbindung erhalten: Es ist geplant, alle Fahrten der Stadtbus-Linie 154 vom Nordbad zum Ackermannbogen zu verlängern. Nachdem die Straßen im Inneren der Siedlung noch nicht fertig gestellt sind, soll der Bus vorerst eine große Schleife über die Schwere-Reiter-Straße, die Straße ‚Am Ackermannbogen‘ und die Deidesheimer-/Winzererstraße fahren. Zwei neue Haltestellen werden provisorisch eingerichtet. Gleichzeitig entfallen die Verstärkerfahrten der Stadtbus-Linie 154 in der Hauptverkehrszeit am Nachmittag zwischen Universität und Nordbad.
Auf Wunsch der Anlieger soll das Angebot der Stadtbus-Linie 157 in Freiham ausgebaut werden. Statt derzeit einzelnen Fahrten am Tag soll die Linie künftig im angenäherten 60-Minuten-Takt fahren. Laut MVG könne aufgrund der momentan noch zu geringen Nachfrage die Ausweitung des Angebots nur dann umgesetzt werden, wenn eine Mitfinanzierung durch die bedienten Anlieger sicher gestellt ist.
In Berg am Laim und Bogenhausen sollen die bisherigen Stadtbus-Linien 159 und 187 neu verknüpft und als Stadtbus 185 bzw. 187 geführt werden. Um dem Wunsch vieler Fahrgäste zu entsprechen, den bisherigen Stadtbus 187 in Berg am Laim an die S-Bahn anzubinden, und um eine attraktive Anbindung für die künftige Zentrale des Süddeutschen Verlags zu schaffen, soll die neue Stadtbus-Linie 185 montags mit freitags von ca. 6 bis 20 Uhr zwischen Arabellapark – Hermann-Gmeiner-Weg – Berg am Laim Bahnhof (S-Bahn) und Josephsburg (Anbindung an die U-Bahn) im 20-Minuten- Takt verkehren. Der Stadtbus 187 fährt dafür an allen Tagen bis nach 24 Uhr zwischen Rümelinstraße – Herkomerplatz – Vollmannstraße – Ostbahnhof und ersetzt damit auch den bisherigen Stadtbus 159.

Geplante Änderungen bei den Münchner Nachtlinien:
Das Münchner Nachtliniennetz soll an die aktuelle Nachfrage angepasst werden. Der Nachtbus N40 soll zwischen Harras und Aidenbachstraße neu über die Johann-Clanze-Straße und die Hofmannstraße geführt werden, um eine Parallelbedienung mit dem geänderten Nachtbus N41 zu vermeiden. Damit können fünf Haltestellen neu erschlossen werden.

Die Nachtbus-Linien N41 und N43 sollen zusammengelegt werden und ab dem Rotkreuzplatz eine neue Linienführung erhalten: über Steubenplatz – Friedenheimer Brücke – Landsberger Straße – Westend – Heimeranplatz -Hansapark – Harras zum Waldfriedhof – von dort in einer großen Schleife über Holzapfelkreuth – Blumenau – Großhadern – Fürstenried – Forstenrieder Allee (Endstation) zurück zum Waldfriedhof.
Vorteile der neuen Linienführung: Am Harras bestehen Anschlüsse vom und zum Nachtbus N40 in beiden Richtungen, womit sich die Fahrzeit aus der Innenstadt in Richtung Südwesten deutlich verkürzt. Neben der Erschließung zahlreicher Diskotheken entlang des Linienwegs werden mit der neuen Linienführung 22 Haltestellen neu erschlossen. Sieben Haltestellen mit sehr geringem Fahrgastaufkommen entfallen.

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