Sicherheit muß bei der S-Bahn an erster Stelle stehen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.09.2007 (19/2007)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Natürlich ist es bedauerlich, daß die Höchstgeschwindigkeit der Münchner S-Bahntriebzüge von 140 km/h auf 125 km/h herabgesetzt werden mußte. Jetzt rächt sich, daß man bei der Beschaffung gespart und auf eine Magnetschienenbremse verzichtet hat. Die Kunst der Eisenbahn besteht eben nicht in erster Linie beim Fahren, sondern beim sicheren Bremsen. Auch werden die Blätter von Bäumen und Büschen wie jedes Jahr einen üblen Schmierfilm bei Nässe bilden. Eine Änderung von physikalischen Gesetzen läßt sich leider nicht durch Vorstandsbeschlüsse herbeiführen. Eine bessere Ausstattung der Fahrzeuge mit Bremseinrichtungen schon.

Wir gehen allerdings nicht davon aus, daß es zu großen Beeinträchtigungen kommt, da das Münchner S-Bahnnetz auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ausgelegt worden ist. Die Fahrzeitgewinne durch den Triebzug ET 423, der die bewährte Baureihe 420 abgelöst hat, wurden nicht in nennenswerter Form im Fahrplan berücksichtigt, sondern bildeten eine gewisse Reserve.

Wir fordern allerdings, daß der S-Bahnbetreiber alle betrieblichen Möglichkeiten ausschöpft, um einen stabilen Fahrplan zu gewährleisten.

Die Kompetenz des Eisenbahnbundesamtes (EBA) in Zweifel zu ziehen führt allerdings in die völlig falsche Richtung. Leider wird dieses Amt öfters als Buhmann dargestellt. Dabei zeigt sich bei näherem Hinterfragen, daß die Beamten dieses Amtes mit viel technischer Erfahrung und Augenmaß für einen sicheren Eisenbahnbetrieb sorgen.

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