Ude bekennt sich klar zum Ausbau der Münchner Trambahn

Wenige Tage vor der Kommunalwahl in Bayern bekannte sich der Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, zum Ausbau des Trambahnnetzes in München. Anlass war die Eröffnung einer Ausstellung über moderne Straßenbahnsystem in Europa. Ude setzte sich für eine Verkehrspolitik ohne Ideologie ein. ‚Wenn das Fahrgastaufkommen die Kapazität des Busses übersteigt, aber zu gering für eine U-Bahn ist, dann setzen wir dafür die Trambahn ein‘, so Ude. Die Vorstellung, dass die Trambahn in Pasing weiter ein paar hundert Meter vom Pasinger Bahnhof, einem zentralen Umsteigepunkt halten sollte nannte er albern. ‚Das wäre genauso, wie wenn man den Transrapid an der Donnersberger Brücke haltenlassen würde, um dann die Fluggäste mit ihren Koffern zu Fuß zum Hauptbahnhof zu schicken.‘

Andreas Nagel, Oberbürgermeister Ude und Herbert König bei der Eröffnung einer Ausstellung über moderne Trambahnen in Europa
Andreas Nagel, Oberbürgermeister Ude und Herbert König bei der Eröffnung einer Ausstellung über moderne Trambahnen in Europa
Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

Auf die wesentlich höheren Kosten einer U-Bahn im Vergleich zur Trambahn, auch im Betrieb, wies der Oberbürgermeister hin. Diese Kosten einer unwirtschaftlichen U-Bahn müssten dann von allen Fahrgästen getragen werden. Für Ude ist die Trambahn kein Hindernis und kein Störfaktor, er sieht die Trambahn als geeignetes Instrument zur Revitalisierung der europäischen Stadte.

Ude gab auch einen deutlichen Hinweis an das eigene Verkehrsunternehmen der Stadtwerke: Die Gestaltung der Haltestellen und Trassen ist in anderen Städten beispielhaft. In dieser Beziehung steht München noch nicht an erster Stelle.

Die Ausstellung im Münchner Kulturzentrum Gasteig, Glashalle Ost, wird bis zum 12. März gezeigt. Der Gasteig kann gut mit der Trambahnlinie 18, Haltestelle Gasteig, ereicht werden. Oder von der Haltestelle ‚Rosenheimer Platz‘. Dort halten die Trambahnlinien 15 und 25 und alle S-Bahnlinien.

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