Hybridbus fährt im Testbetrieb

Energieeinsparung ist das Ziel eines neuen Antriebskonzeptes, das jetzt in München getestet wird.


Bild: Münchner Verkehrsgesellschaft

Der „Urbino 18 Hybrid‘ kombiniert zwei Elektromotoren mit einem herkömmlichen Dieselaggregat. Er arbeitet als so genannter „paralleler Hybrid‘. Das heißt: Verbrennungs- und Elektromotor wirken gemeinsam auf den Antriebsstrang. Der Elektroantrieb tritt vor allem dann in Aktion, wenn der Bus anfährt. Die dazu erforderliche Energie ist „hausgemacht‘: Sie kommt aus einer Hochleistungsbatterie auf dem Dach des Fahrzeugs, die sich auflädt, wenn der Bus bremst. Die Elektromotoren wirken in diesem Fall als Generatoren, die die freiwerdende MVG-Chef Herbert König präsentiert Münchens ersten Hybridbus Seite 2 von 4 Bremsenergie in elektrische Energie umwandeln und für folgende Anfahrvorgänge wieder zur Verfügung stellen. Die Nutzung von Bremsenergie ist schon bei elektrischen Fahrzeugen wie U-Bahn und Tram seit Jahren üblich; dort gelangt diese Energie über die Fahrleitung in das Netz zurück und kann von gleichzeitig anfahrenden Zügen genutzt werden. Beim Bus wird hingegen ein ausreichend leistungsfähiges Speichermedium benötigt. Da Linienbusse im Stadtverkehr besonders häufig anfahren und bremsen, ist der Nutzeffekt der Bremsenergierückgewinnung bei Stadtbussen im Vergleich zu anderen Motorfahrzeugen besonders hoch. Der Hybridbus fährt zunächst auf der MetroBus-Linie 52 zwischen Marienplatz und Tierpark – voraussichtlich ab Mittwoch, 27. August. Er wird von geschulten Fahrerinnen und Fahrern gesteuert, die mit den Besonderheiten von Hybridfahrzeugen vertraut gemacht wurden. Fahrgäste erkennen den neuen Bus (Wagennummer 5340) unter anderem an der Aufschrift „Hybrid- Technik im Test bei der MVG‘, die auf das innovative Innenleben des Fahrzeugs aufmerksam macht.

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