Unverständliche Einschränkungen bei der U-Bahn

Ab Freitag, 2. Januar 2009, wird die Modernisierung des U-Bahnhofs Münchner Freiheit fortgesetzt. Daher verkehren die U-Bahnzüge auf den Linien U3 und U6 teilweise auf ihrer gesamten Länge im 20-Minuten-Takt. Dies führt zu vermeidbaren Behinderungen auf eigentlich nicht betroffenen Abschnitten. Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste meint: ‚Die Beeinträchtigungen bei geplanten Baumaßnahmen sollten so gering wie möglich gehalten werden. Schon im Regelbetrieb müssen die Fahrgäste viel zu oft mit Verspätungen rechnen.‘


Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

Die Stadtwerke München (SWM) erneuern und erhöhen nun den stadteinwärtigen Bahnsteig (Gleise 2/4). Fahrgäste der U-Bahnlinien U3 und U6 müssen sich deshalb erneut auf Behinderungen an den Wochenenden einstellen (siehe A und B). Ab Montag, 12. Januar, ist die U3 zudem auch unter der Woche von Einschränkungen betroffen (siehe C), allerdings nur in den späten Abendstunden.

A) Einschränkungen an Freitag-, Samstag- und Sonntagabenden

Freitags und samstags ab ca. 23 Uhr (bis 9 Uhr des Folgetages) sowie sonntags ab ca. 22 Uhr (bis Betriebsschluss) gilt ab 2. Januar:
– Die U3 und U6 verkehren auf ihrer gesamten Strecke jeweils nur im 20-Minuten-Takt statt alle 10 Minuten.
– Die U3 wird am Bonner Platz geteilt: Die Züge pendeln zwischen Olympia-Einkaufszentrum und Bonner Platz bzw. Bonner Platz und Fürstenried West. Das heißt: Am Bonner Platz müssen Fahrgäste zur Weiterfahrt jeweils in einen anderen Zug umsteigen, der am gegenüberliegenden Gleis bereitgestellt wird.
– Stadtauswärts fährt die U3 ab Bonner Platz 4 Minuten später als gewohnt. Der geänderte Fahrplan wird in allen relevanten U-Bahnhöfen ausgehängt.
– Die MVG empfiehlt U3-Fahrgästen im Münchner Norden, nach Möglichkeit auf andere U-Bahnlinien auszuweichen. Das Olympia-Einkaufszentrum kann auch mit der U1 erreicht werden. Zum Scheidplatz fährt auch die U2.

B) Behinderungen am Wochenende tagsüber
Samstags und sonntags gilt an den ersten drei Wochenenden im Januar von ca. 9 bis 22 Uhr (samstags bis ca. 23 Uhr):
– Die U3 und U6 halten stadteinwärts nicht im U-Bahnhof Münchner Freiheit, sondern durchfahren die Station ohne Halt.
– Stadteinwärts reisenden Fahrgästen mit Fahrtziel Münchner Freiheit wird empfohlen, bis Giselastraße im Zug zu bleiben, um von dort stadtauswärts zur Münchner Freiheit zurückzufahren (da nur die stadtauswärts fahrenden Züge dort am Bahnsteig halten können) oder zu Fuß zurück zu gehen.
– Fahrgäste mit Fahrtziel in Richtung Fürstenried West oder Klinikum Großhadern, die normalerweise an der Münchner Freiheit zusteigen würden, können ebenfalls auf den U-Bahnhof Giselastraße ausweichen.
– Der Fahrplan beider Linien ändert sich nicht. Fahrgäste sollten jedoch mehr Reisezeit einkalkulieren, die durch das ggf. erforderliche Umsteigen oder längere Fußwege entsteht.

C) Einschränkungen bei der U3 unter der Woche
Ab Montag, 12. Januar ist die U3 im Spätverkehr nach 22 Uhr auch unter der Woche von Fahrplanänderungen betroffen:
– Die U3 wird jeweils ab ca. 22 Uhr an der Münchner Freiheit zweigeteilt. Die Züge pendeln im normalen Takt zwischen Fürstenried West und Münchner Freiheit sowie im 20-Minuten-Takt zwischen Münchner Freiheit und Olympia-Einkaufszentrum.
– Stadtauswärts fährt die U3 ab Münchner Freiheit 4 Minuten später als gewohnt. Der geänderte Fahrplan wird in allen relevanten U-Bahnhöfen ausgehängt.
– Die U6 fährt regulär. Die Fahrplanänderungen bei der U3 und U6 führen dazu, dass beim Umsteigen zwischen Bus und U-Bahn teilweise längere Wartezeiten entstehen als sonst üblich. Daher empfiehlt die MVG allen Kunden, die zwischen beiden Verkehrsmitteln umsteigen, während der oben genannten Bauzeiten grundsätzlich mehr Reisezeit einzuplanen.

Grund für die Einschränkungen bei der U-Bahn sind Bauarbeiten an den Bahnsteigen, deren Belag erneuert wird. Gleichzeitig werden die Bahnsteige um einige Zentimeter erhöht, um mobilitätseingeschränkten Fahrgästen einen einfacheren Zugang zu den Zügen zu ermöglichen. Außerdem wird ein neues Blindenleitsystem installiert, das sehbehinderten Fahrgästen künftig die Orientierung erleichtern soll. Für diese Arbeiten müssen einzelne Bahnsteige zwangsläufig gesperrt werden. Die Bauarbeiten im Bahnsteigbereich werden voraussichtlich im Sommer dieses Jahres abgeschlossen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bedauert die Behinderungen. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass das gewählte Betriebskonzept einen schnellen Bauablauf – und damit eine möglichst kurze Baustellendauer – ermöglicht. Trotz der umfangreichen Modernisierungsarbeiten im Bahnsteig- und Gleisbereich kann unter der Woche tagsüber komplett auf Fahrplanänderungen und Sperrungen verzichtet werden.

Erfreulich ist, dass am U-Bahnhof Münchner Freiheit genügend Auskunftspersonal zur Verfügung steht.

Starke Beeinträchtigungen - aber die Baustelle ruht
Starke Beeinträchtigungen – aber die Baustelle ruht
Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

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