Vernüfntiges Angebot der Arbeitgeber muß Warnstreik überflüssig machen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 25.02.2009 (06/2009)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der angekündigte Warnstreik der Beschäftigten in den bayerischen kommunalen Verkehrsbetrieben trifft die Fahrgäste hart. Einen ganzen Tag ohne U-Bahnen und Trambahnen ist gerade für die Bürger einer Großstadt eine heftige Zumutung. Aber der Ärger der Arbeitnehmer ist nachvollziehbar. Wir fordern daher als Fahrgastverband, daß die Arbeitgeber schnellstens ein verhandelbares Angebot vorlegen, das den Warnstreik überflüssig macht! Irgendwann werden sich die Tarifparteien einigen müssen. Und es wäre ja wirklich ärgerlich, wenn es erst am Montag ein neues Angebot geben würde, nachdem sich die Fahrgäste am Freitag auf einen Tag ohne den erforderlichen Nahverkehr eingestellt haben. Schon die Lokführer haben im letzten Jahr bewiesen, daß das Personal der Verkehrsunternehmen sehr durchsetzungsfähig ist. Wir Fahrgäste können auf einen erneuten Beweis gerne verzichten.

Mit Verwunderung konnten wir der Presse entnehmen, daß die Arbeitgeber das Interesse des Kapitals und der Arbeitnehmer gegeneinander abwägen. Vielleicht müssen wir daran erinnern, daß das ‚Kapital‘ von den Bürgerinnen und Bürgern stammt. Diese Bürgerinnen und Bürger haben ein legitimes Interesse daran, daß es einen funktionierenden Nahverkehr gibt. Dafür zahlen sie Steuern. Und die Fahrgäste bezahlen für ihre Fahrkarten.

Wir fürchten, daß es die ‚Arbeitgeber‘ nicht wirklich trifft, wenn einen Tag lang gestreikt wird. Denn die Inhaber von Wochen- und Monatskarten müssen den vollen Preis bezahlen, obwohl sie nicht die erwartete Leistung in Anspruch nehmen können. Die Verkehrsunternehmen sparen sich Personal- und Energiekosten und müssen lediglich auf die Einnahmen durch die Gelegenheitsfahrer verzichten. Dies wird zwar niemand zugeben, aber der Verdacht drängt sich einfach auf.

Auch die Politik müßte sich endlich ihrer Verantwortung bewußt werden. Der Personalreferent der Landehauptstadt München ist schließlich Vorsitzender des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Bayern. Und vielleicht muß man auch den Münchner Oberbürgermeister, Christian Ude, daran erinnern, wie großzügig er bei der Entlohnung seiner städtischen Geschäftsführer ist.

Wir fordern alle Entscheidungsträger auf, alles zu tun um den Streik überflüssig zu machen!

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