MVV-Tariferhöhung muß mit Bedacht und Gelassenheit angegangen werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.03.2009 (14/2009)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Das wichtigste Ergebnis der Einigung im Tarifstreit des Nahverkehrs ist, daß die Streiks abgesagt wurden. Allen Beteiligten war klar, daß zusätzliche Kosten immer von den Fahrgästen getragen werden müssen. Es wäre aber falsch, jetzt in Panik zu verfallen.

Denn erstens, was wäre die Alternative gewesen? Wochenlange Streiks, wie im letzten Jahr in Berlin? Das hätte dem Gesamtsystem des öffentlichen Verkehrs geschadet.

Zweitens müssen die Verkehrsunternehmen in Ruhe ihre Kosten kalkulieren. Es gibt ja auch Posten, die sich vermindert haben. Beispielsweise die Preise für Dieselkraftstoff.

Drittens können sich ja die verantwortlichen Politiker überlegen, welchen Beitrag sie zu einer Kostenreduktion im Linienverkehr leisten können. So könnte man sich ja auch ein ‚Konjunkturprogramm‘ für eine schnellere Realisierung des Beschleunigungsprogramms vorstellen. Dies spart Kosten – und nutzt gleichzeitig den Fahrgästen, weil sie schneller an ihr Ziel kommen. Oder warum kann man nicht den Nahverkehr von der Mineralölsteuer befreien?

Die kommende MVV-Tariferhöhung muß auch eine Tarifreform beinhalten. Grobe Ungerechtigkeiten müssen beseitigt werden – und wir benötigen ein Tarifangebot, das zusätzliche Fahrgäste in den Zeiten anlockt, in denen genügend Kapazität zur Verfügung steht. Fahrzeuge, die besser ausgelastet sind, fahren auch wirtschaftlicher.

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