Trauriger Jahrestag

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.07.2011 (41/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Vor einem Jahr, am 19. Juli 2010, wurden die neuesten Münchner Trambahnzüge ‚vorübergehend‘ abgestellt. Es fehlt ihnen die Zulassung durch die Aufsichtsbehörde. Während ähnliche Fahrzeuge in Nürnberg wenigstens mit einer Ausnahmegenehmigung fahren, die Verkehrsbetriebe in Augsburg und Berlin eine neue Generation in Betrieb genommen haben, ist in München kein Ende des Trambahnstillstandes absehbar. Das ist für die Fahrgäste mehr als traurig.

Die Inbetriebnahme der Trambahn nach St. Emmeram war ursprünglich für das Frühjahr 2011 angekündigt, dann bestand Hoffnung für eine Fahrt der ersten Züge im September. Jetzt wäre man schon froh, wenn es wenigstens zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 gelingen würde, den Betrieb aufzunehmen.

Traurig ist auch die Informationspolitik von Dieter Reiter, dem zuständigen städtischen Referenten. Anstatt klipp und klar über die Probleme zu informieren wird eine Anfrage von Stadtrat Dr.-Ing. Georg Kronawitter sehr knapp und ausweichend beantwortet. Wenigstens hofft Reiter, daß die Züge im Sommer (2011) eine Zulassung bekommen.

Das Münchner Trambahnsystem ist in einem derart schlechten Zustand wie schon lange nicht mehr. Marode Strecken müssen wochenlang gesperrt werden, Gleise werden wiederholt und mit wenig Erfolg saniert. Es fehlen Wendemöglichkeiten und Umleitungsstrecken. Ein Teil des Scherbenhaufens der Münchner Verkehrspolitik.

‚Wir fordern eine strategische Trambahnzugreserve, damit auch künftig ein zusätzlicher Bedarf gedeckt werden kann‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Fahrgäste bezahlen einen ordentlichen Preis für ihre Fahrkarten, da muß auch eine entsprechende Leistung geboten werden.‘

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