Das MVV-Fahrgastparadies kommt: Jetzt im Jahre 2024

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 29.02.2012 (07/2012)

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40 Jahre nach dem erfolgreichen Start des MVV zeigen sich die Linienverkehrsmittel in einem traurigen Zustand. Egal ob S-Bahn, U-Bahn oder Trambahn, das im Fahrplan versprochene Angebot wird nicht erbracht. Und völlig im Widerspruch zur tatsächlichen Situation versprechen uns die Verantwortlichen das baldige Paradies für die Fahrgäste. Jetzt soll es im Jahre 2024 vollendet sein. Aber wir kennen das. Um die Jahrtausendwende wurde die Lösung wichtiger Probleme für das Jahr 2010 versprochen. Schon damals glaubte man an die Verwirklichung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke und an den Transrapid zum Flughafen. Treuherzig wurde versichert, daß die Finanzierung gesichert wäre. Leider ist das Jahr 2010 bereits Vergangenheit – und täglich werden die MVV-Fahrgäste mit überfüllten U-Bahnen, ausfallenden S-Bahnen und nicht verkehrenden Trambahnen gequält. Auch die versprochenen Trambahntangenten sind in einem Zeitraum von 20 Jahren nicht realisiert worden.

So kann es nicht weitergehen. Gerne dürfen alle Entscheidungsträger weiter am MVV-Paradies in einer fernen Zukunft basteln. Dazu gehören die zweite Stammstrecke, die U9, der neue Hauptbahnhof, der Tunnel von Daglfing nach Johanneskirchen, eine U-Bahn nach Pasing und eine nach Englschalking. Wir fordern als Fahrgastverband allerdings, daß mit den Verbesserungen noch in diesem Jahr begonnen wird. Dabei sind die Wünsche durchaus bescheiden und realistisch: Ein moderner Verbundbahnhof in Laim, ein Regionalzughalt an der Poccistraße und zusätzliche Fahrzeuge für S-Bahn, U-Bahn und Trambahn. Wir sind sicher, daß auch die Wähler Taten mehr honorieren als Versprechen, die erst in Jahrzehnten verwirklicht werden.

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