Münchner U-Bahn muß auch Großveranstaltungen bewältigen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 16.09.2012 (44/2012)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung plant die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) am Nationalfeiertag, 3. Oktober 2012, den U-Bahnhof Universität komplett zu sperren. Begründet wird dies mit Personalmangel.

Die Sicherheit der Münchner Fahrgäste und Bürger muß selbstverständlich immer an oberster Stelle stehen. Die für den Verkehr Verantwortlichen müssen aus Sicht des Fahrgastverbandes aber auch den umweltschonenden Transport bei besonderen Anlässen vernünftig organisieren. Der Ratschlag eines Verkehrsunternehmens, man möge doch bitte zu Fuß gehen, kann nicht hingenommen werden.

‚Wir fordern zusätzliche Trambahn- und Busverstärkerlinien, um den Fahrgästen, die an diesem Tag sicher auch sehr zahlreich Fahrkarten kaufen werden, eine angemessene Fahrmöglichkeit zu bieten‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Außerdem erinnern wir an die Zusammenarbeit mit der Verbundgesellschaft, anderen Verkehrsunternehmen und den Polizeibehörden.‘

Die katastrophalen Zustände beim Champions-League-Finale dürfen sich niemals mehr wiederholen. Allerdings ist das Verhalten unterschiedlicher Fahrgastgruppen zu beachten. Auch können die Funktionen Sicherheit und Fahrgastinformation getrennt weerden. Die S-Bahn München hat mit den freundlichen jungen Leuten, die Auskünfte während der Stammstreckensperrung erteilten, bewiesen, wie eine solche Aufgabe perfekt gelöst wird.

Es drängt sich einem der Eindruck auf, daß der MVG-Geschäftsführung genügend technischer und betrieblicher Sachverstand fehlt.

Auch die Vernachlässigung leistungsfähiger Verkehrsmittel an der Oberfläche, durch Maßnahmen wie zum Beispiel der Abbau von Wiesnschleife, Ausweich- oder Umleitungsgleisen bei der Trambahn beginnt sich langsam zu rächen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.