Wichtige Entscheidungen für die Münchner Trambahn getroffen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 30.09.2012 (47/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

In der letzten Septemberwoche 2012 sind wichtige und richtige Entscheidungen für die Zukunft der Münchner Trambahn getroffen worden. Im vorberatenden Planungsausschuß des Münchner Stadtrates gab es einen einstimmigen Beschluß, die Planung der neuen Trambahnstrecke nach Zamdorf aufzunehmen. Damit wird eine Verbindung vom U-Bahnhof Max-Weber-Platz zum S-Bahnhof Berg am Laim geschaffen. Die bisher nur noch als Betriebsstrecke genutzte Gleisverbindung zum Bahnhof 2 erhält den Linienbetrieb wieder zurück. Bemerkenswert ist, daß dieser Beschluß einstimmig gefallen ist. Nachdem der Ausbau der Trambahn vor über zwanzig Jahren zwar auch einstimmig beschlossen wurde, zwischenzeitlich aber oft die jeweiligen Projekte bekämpft wurden, wird dieses Signal vom Fahrgastverband Aktion Münchner Fahrgäste sehr begrüßt.

‚Der Münchner Nahverkehr kam immer ein gutes Stück voran, wenn Entscheidungen im Konsens getroffen wurden‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Dabei ist die Zusammenarbeit von Bürgern, Fahrgästen, allen städtischen Behörden und Gesellschaften und den politisch Verantwortlichen eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg.‘

Die nun bekannt gegebene Entscheidung zur Beschaffung neuer Trambahnzüge wird den akuten Fahrzeugmangel erheblich entschärfen. Daß dabei wieder auf das in München bereits bewährte Fahrzeugkonzept zurückgegangen wird, ist eine sachlich gerechtgertigte Entscheidung. Ein Mulitigelenkfahrzeug wie der S-Wagen, also Wägelchen mit eingehängten Sänften, führt zu starken Gleisbeanspruchungen und den entsprechenden Schäden. Mit Spannung werden die Fahrgäste verfolgen, wie die neuen Fahrzeuge von Siemens in einem wirklich knappen Zeitrahmen geliefert werden.

‚Die Inbetriebnahme einer neuen Trambahngeneration in einem guten Jahr wird eine anspruchsvolle Aufgabe für den Betreiber, den Fahrzeughersteller und die Aufsichtsbehörde‘, meint dazu Andreas Nagel. ‚Ich wünsche den Beteiligten den dazu notwendigen Willen zum Erfolg.‘

Eine Förderung der neuen Trambahnfahrzeuge durch den Freistaat Bayern würde der Fahrgastverband sehr begrüßen.

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