Rentner fällt ins Gleisbett der U-Bahn: Fahrgäste reagieren super!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 30.12.2012 (64/2012)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Freitag, 28. Dezember 2012, stürzte ein 91jähriger Rentner gegen 14:10 Uhr im U-Bahnhof Münchner Freiheit ins Gleisbett. Er hatte die Bahnsteigkante übersehen. Der guten Reaktion der Fahrgäste ist es zu verdanken, daß der Unfall relativ glimpflich ausging. Der Nothalt wurde betätigt und drei Männer zogen den Rentner wieder zurück auf den Bahnsteig. Der Verunfallte kam mit einem Beinbruch davon.

‚Wir freuen uns, daß die Fahrgäste so gut reagiert haben. Ganz richtig ist es in einem solchen Fall sofort den Nothalt zu ziehen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir fordern seit langem eine automatische Gleisbettüberwachung, deren Erprobung uns auch nach langem Zögern in diesem Jahr zugesagt wurde. Langfristig muß auch an Bahnsteigtüren gedacht werden.‘

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß es unter jedem Bahnsteig einen Fluchtraum gibt, der genügend Platz bietet. Bei allen Maßnahmen ist stets auf die eigene Sicherheit zu achten. Ein Patentrezept gibt es nicht, jeder muß entsprechend den Umständen handeln. Das Ziehen des Nothaltes ist dabei natürlich unverzichtbar. Durch den Fluchtraum fehlt eine Wand zur Abstützung, dies erschwert das Klettern auf den relativ hohen Bahnsteig.

Diese Zusammenhänge werden auch genau bei unserem Verhaltenstraining für Fahrgäste erklärt. Der nächste Termin ist Donnerstag, 10. Januar 2012, um 13:30 Uhr. Anmeldung unter http://www.fahrgaeste.de oder unter der kostenpflichtigen Rufnummer (01805) 661010 beim Service-Dialog der S-Bahn München.

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