Erneuter Sturz zeigt die dringende Notwendigkeit der Gleisbettüberwachung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.04.2013 (09/2013)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Am Sonntag, 07. April 2013 gegen 03:00 Uhr war eine 26jährige Münchnerin, die unter starkem Drogeneinfluß stand, auf dem Bahnsteig im U-Bahnhof Machtlfinger Straße unterwegs. Aufgrund ihres Rauschzustandes stürzte sie ohne Fremdeinwirkung auf das U-Bahngleis in Fahrtrichtung Fürstenried-West.

Sie konnte dann scheinbar schwerverletzt vom Gleis in den Rettungsschacht unterhalb des Bahnsteiges kriechen.

Als gegen 04:50 Uhr planmäßig die nächste U-Bahn einfuhr, konnte sie gerade noch ihren Fuß, der noch auf dem Gleis gelegen war, wegziehen. Durch die U-Bahn wurde sie nach dem jetzigen Stand nicht verletzt. Die 26-Jährige wurde mit Unterstützung durch die Feuerwehr aus dem Gleisbereich geborgen. Ein Notarzt der Rettungswache Großhadern versorgte die Dame und brachte sie mit einem Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes in ein Krankenhaus. Sie hat durch den Sturz schwere Kopfverletzungen erlitten und befindet sich momentan im Koma.

Der U-Bahnfahrer erlitt durch den Vorfall einen Schock und wurde ebenfalls in ein Münchner Klinikum verbracht.

Nach einer knappen Stunde konnte der U-Bahnverkehr wieder aufgenommen werden.

Auch dieser Vorfall zeigt, wie wichtig eine Gleisbettüberwachung für die Münchner U-Bahn ist. Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert dies seit langem und wurde dabei ganz nachhaltig vom Münchner Stadtrat Georg Kronawitter (CSU) unterstützt. Nach anfänglich brüsken Zurückweisungen planen die Stadtwerke München demnächst Versuche mit verschiedenen Systemen zur Gleisbettüberwachung. Dieser Fall zeigt auch, daß nicht nur der betroffene Fahrgast ein Opfer ist, sondern auch der völlig unschuldige Fahrer der U-Bahn.

‚Wir wünschen den beiden Geschädigten eine baldige und vollständige Genesung‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Unser Dank gilt aber auch allen Rettungskräften, für die ein solcher Einsatz immer eine immense Belastung darstellt!‘

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*