Gleisbettüberwachung im Test: Voller Erfolg für die Münchner Fahrgäste

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 28.04.2013 (10/2013)

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In der Nacht auf den 26. April 2013 hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) den Testbetrieb für die Gleisbettüberwachung im U-Bahnhof Rotkreuzplatz offiziell aufgenommen. MVG-Chef Herbert König war selbst dabei, als einzelne Pressevertreter das neue System in Augenschein nehmen konnten. Damit hat König den Irrtum seines Unternehmens, das anfänglich die Gleisbettüberwachung schroff ablehnte, revidiert.

Leider gab es eine erschreckende Anzahl von Unfällen, bei denen Fahrgäste in den Gleisbereich der U-Bahn geraten waren. Die Aktion Münchner Fahrgäste forderte daraufhin die Erprobung von Systemen zur Gleisbettüberwachung. Dabei wurde der Fahrgastverband ganz wesentlich vom Münchner Stadtrat Dr.-Ing. Georg Kronawitter und Dr. Stefan Insam vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund unterstützt.

‚Ich freue mich, daß die Münchner Verkehrsgesellschaft nun endlich unseren guten Argumenten gefolgt ist und noch mehr für die Sicherheit der Fahrgäste tun will‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir hoffen, daß die Systeme möglichst wenig zum Einsatz kommen – und appellieren auch noch einmal an die Fahrgäste stets an die eigene Sicherheit zu denken!‘

In alles U-Bahnhöfen gibt es direkt unter dem Bahnsteig einen Schutzraum, der im Notfall benutzt werden kann. Sollte jemand beobachten, daß eine Person in den Gleisbereich geraten ist, so sollte zuallererst der Nothalt des jeweiligen Gleises betätigt werden.

Langfristig wird man allerdings auch die Münchner U-Bahn automatisch betreiben müssen – und dann sind Bahnsteigtüren zumindest an stark freyuentierten Bahnhöfen unumgänglich.

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