Streckensperrungen und Umleitungen sind eine große Herausforderung für die Münchner-Fahrgäste

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.08.2013 (23/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Stammstreckensperrung bei der S-Bahn, Schienenersatzverkehre und Busumleitungen stellen die Münchner Fahrgäste in diesem Sommer vor große Herausforderungen. Viele Ziele sind nicht auf dem gewohnten Weg und in der gewohnten Zeit erreichbar. Besonders schmerzlich ist dabei die Vollsperrung der S-Bahn zwischen Laim und Ostbahnhof. Aber auch die Baumaßnahmen an den Trambahnlinien 19 und 25 erzwingen eine Umstellung auf neue Gegebenheiten..

Die Verkehrsunternehmen haben die Änderungen gut vorbereitet und sich um eine ausführliche Information der Fahrgäste bemüht. Die Medien haben für eine umfassende Information der Fahrgäste gesorgt.

Der Schienenersatzverkehr für die S-Bahn ist aus Sicht des Fahrgastverbandes an diesem Wochenende gut angelaufen. Es hat uns gefallen, wie der Übergang in den Sperrzustand gelöst wurde. Tatsächlich blieb kein Fahrgast an den Bahnsteigen nach den letzten fahrplanmäßigen Zügen zurück. Dies ist eine Verbesserung gegenüber dem letzten Jahr. Damals waren die ersten Busse des Schienenersatzverkehrs mit überraschten Fahrgästen gefüllt, die noch mit regulären Zügen zum Ostbahnhof oder nach Pasing hätten fahren können.

Das Service-Personal war an allen S-Bahnstationen durchwegs freundlich und gab sich redlich Mühe mit den Auskünften. Selbst für erfahrene Nutzer des Linienverkehrs in München ist es nicht leicht, die jeweils günstigste Alternative zu kennen. Wir sind aber sicher, daß die Fahrgäste schon am kommenden Wochenende ihre persönliche Route optimiert haben werden.

Die Ausschilderung zu den Haltestellen des Schienenersatzverkehrs (SEV) ist gut gemacht. So wurden beispielsweise am Hauptbahnhof sehr auffällige Schilder angebracht.

Die SEV-Busse waren sehr gut gefüllt, hier spürt man den von 3 auf 5 Minuten verlängerten Takt. Durch die von den Busdisponenten eingesetzten Zusatzbusse wurde die Situation entschärft. Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen kam es am Samstagnachmittag zu Verspätungen von bis zu 16 Minuten. Die Linienführung über den Odeonsplatz führte zu geringeren Beeinträchtigungen. Der Marienplatz konnte wegen der Bauarbeiten im Tal nicht direkt angefahren werden. Positiv aufgefallen ist der Einsatz von niederflurigen Stadtbussen, die einen erleichterten Einstieg boten und damit zu kürzeren Fahrgastwechselzeiten führten. Der Schienenersatzverkehr auf der S-Bahnstammstrecke ist eine große Herausforderung für die Mitarbeiter vom Regionalverkehr Oberbayern, der insgesamt gut gelöst wurde.

‚Wir danken allen Mitarbeitern, die sich mit der Vorbereitung und Durchführung der Schienenersatzverkehre und der Umleitungen befaßt haben‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die große Mühe, die auch schon im Vorfeld investiert wurde, wurde durch das Ausbleiben von chaosartigen Zuständen belohnt.‘

Natürlich gibt es an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungsmöglichkeiten. Ein paar zusätzliche Schilder eine noch klarere Kommunikation der einzelnen Phasen sollten im nächsten Jahr angestrebt werden. Wichtig ist die Zusammenarbeit aller Partner des Münchner Tarif- und Verkehrsverbundes (MVV). Eine gute Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsmittel, auch im Regelfall, erleichtert es den Fahrgästen, ihre Ziele gut zu erreichen.

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