Trambahn-Westtangente steht nicht in Konkurrenz zur U-Bahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 02.08.2013 (22/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der vor 22 Jahren einstimmig beschlossene Bau der Trambahn-Westtangente steht in keiner Konkurrenz zu einer U-Bahnlinie nach Pasing. Schon auf einem Stadtplan kann man erkennen, daß die beiden Linien im rechten Winkel zueinander verlaufen. Nicht nur die Mehrheit im Münchner Stadtrat, sondern auch die Mehrheit der Fahrgäste und Bürgerinnen und Bürger steht hinter dem Ausbau der Trambahn und auch hinter dem Bau der Westtangente.

‚Dummes Zeug aus der Mottenkiste des letzten Jahrhunderts, als ein mehr als umstrittener Oberbürgermeister die Trambahnen in München gänzlich einstellen wollte, versucht der Landtagsabgeordnete Bernhard derzeit zu verbreiten,‘ sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wer Verantwortung im Freistaat Bayern trägt, tut gut daran, sich um die Verkehrsmittel in seinem Zuständigkeitsbereich zu kümmern.‘

Jeder Euro, der in die Infrastruktur elektrischer Verkehrsmittel in München gesteckt wird, ist gut angelegt. Das ist bewährte Elektromobilität. Ein Bussystem kann einfach nur Fahrgäste bis zu einer gewissen Anzahl aufnehmen. Auch Busse beanspruchen eine Fahrspur, wenn sie an den Haltestellen am Straßenrand halten. Und bei einem größeren Fahrgastaufkommen sind Trambahnzüge einfach wirtschaftlicher.

Der Umbau des Verbundbahnhofs Laim mit der Umweltverbundröhre ist dringend notwendig – und dabei spielt es keine Rolle, welches Oberflächenverkehrsmittel einen verbesserten Zugang zur S-Bahn bekommt. Die Planungen für die Westtangente müssen jetzt mit Nachdruck voran getrieben werden, denn es ist schon viel zu viel wertvolle Zeit verloren gegangen.

Die Kommunalwahl im kommenden Jahr bietet den Münchnern eine gute Gelegenheit, über die Zukunft der Linienverkehrsmittel abzustimmen. Wenn man sich an die Abstimmungsergebnisse entlang der 13 Jahre lang stillgelegten Trambahnlinie 17 erinnert, die jetzt im 5-Minuten-Takt befahren wird, so kann man zuversichtlich in die Zukunft der Trambahn blicken. Die Abneigung einzelner CSU-Stadträte gegen ein Verkehrsmittel, dessen wesentliche Komponenten auch noch in Bayern Arbeitsplätze schaffen, sollte daher nicht überbewertet werden. Zum Glück kann über jeden einzelnen Stadtrat abgestimmt werden.

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