Wird der Fahrplanwechsel im Dezember 2013 zum Fiasko?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.09.2013 (29/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Ab Sonntag, 15. Dezember 2013, gelten die neuen Fahrpläne für das Jahr 2014. An diesem Datum sollen neue Züge den Betrieb zwischen Salzburg, Kufstein und München unter der Marke ‚Meridian‘ aufnehmen. In München sollen neue Trambahn- und U-Bahnzüge die ärgste Not der Fahrgäste lindern.

‚Wir sind mehr als besorgt über die rechtzeitige Bereitstellung des Rollmaterials für den anspruchsvollsten Fahrplanwechsel seit Jahren‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Zur Zeit können wir noch nicht erkennen, daß die Betriebsaufnahmen reibungslos verlaufen werden. Wir appellieren jetzt an die politisch Verantwortlichen, sich täglich über den Stand der Dinge informieren zu lassen!‘

Einen Bahnbetrieb mit neuen Fahrzeugen und mit neuem Personal aufzunehmen ist nicht einfach. Mit Grauen erinnert man sich an den Start der Bayerischen Oberlandbahn. Damals mußten die Züge komplett überarbeitet werden. Die Fahrgäste standen aber stundenlang bei Eis und Schnee auf den Bahnsteigen.

Wenn es Schwierigkeiten beim Fahrplanwechsel gibt wird es nicht an Schuldzuweisungen mangeln. Die Betreiber werden auf Aufsichtsbehörden und Hersteller verweisen. Der Fahrgastverband will aber keine Schuldigen, sondern einen vernünftigen Betrieb. Dazu müssen auch die Verkehrsunternehmen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das System des öffentlichen Verkehrs nimmt Schaden, wenn es wieder einmal nicht klappt, daß die Züge pünktlich fahren.

Die Zeit bis zum Fahrplanwechsel ist knapp. In den Augen vieler Fachleute viel zu knapp. Aber noch kann man die Verfahren beschleunigen und ausreichende Ersatzpläne aufstellen.

Der künftige Bayerische Verkehrsminister und der Münchner Oberbürgermeister müssen sich gründlich mit den Problemen des Fahrplanwechsels im Dezember 2013 befassen.

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