Schnapsidee: Jetzt soll es auch dem Bus im Englischen Garten an den Kragen gehen

Am 13. März 1991 hat der Münchner Stadtrat einstimmig den Ausbau der Münchner Trambahn beschlossen. Integraler Bestandteil ist dabei die Trambahntangente zwischen Bogenhausen und Schwabing, die Nordtangente. Die Regierung von Oberbayern hat dazu die Streckengenehmigung erteilt und der damalige Finanzminister hat dem Vorhaben zugestimmt. Als dann das Planfeststellungsverfahren durchgeführt wurde, ergaben sich plötzlich Bedenken – und dann eine Ablehnung. An der Notwendigkeit einer tangentialen Schienenverbindung für den Linienverkehr in München hat sich allerdings nichts geändert. Jetzt schlägt der „Eigentümer“ des Englischen Gartens vor, die Straße für die Busse zu verschmälern.

„Es ist eine völlige Schnapsidee, was der Bayerische Finanzminister als Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in München verkündet“, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Wir wollen auch keine Busse mehr im englischen Garten, aber natürlich nur, wenn sie durch umweltschonende Trambahnen ersetzt werden.“

Die unselige Koalition der Trambahngegner sollte sich die hervorragenden Beispiele in München, wie zum Beispiel die Trambahn nach St. Emmeram oder Neubaustrecken in Berlin anschauen. Was München und dem Englischen Garten wirklich schadet ist der ausufernde Individualverkehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*