Warnstreik bei der MVG ist unverhältnismäßig

08.07.2019 – Die Aktion Münchner Fahrgäste hat Verständnis für die Lohnverhandlungen der Fahrer, man hätte in der aktuellen Situation aber nicht gleich zu einem Komplett-Streik aufrufen müssen.

Für Dienstag, den 9. Juli, wurde von Verdi ein Warnstreik bei der MVG angekündigt, der von Betriebsbeginn (3.30 Uhr) bis in den frühen Nachmittag (vsl. 14.30 Uhr) gehen soll. Anlass sind die laufenden Verhandlungen zum Haustarifvertrag. Es sollen U-Bahn, Bus und Trambahn komplett bestreikt werden. Die Fahrgäste können nur auf die nicht bestreikte S-Bahn sowie auf von privaten Kooperationspartnern betriebene Busse ausweichen. Bei der Trambahn will die MVG erst einmal die Linien 19 und 20 mit Zügen beschicken.

„Für die Fahrgäste kommt dieser Komplett-Streik aus heiterem Himmel und wird die Stadt am Dienstag in hohem Maße lähmen“, so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Bei noch laufenden Gesprächen zwischen Gewerkschaft und MVG erscheint uns Fahrgästen ein solcher Komplettstreik als unverhältnismäßig.“ In der Vergangenheit wurden zum Streikauftakt lediglich einzelne Verkehrsmittel (z. B. nur U-Bahn) bestreikt, Fahrgäste konnten dann noch ausweichen. Leidtragende werden am Dienstag vor allem Zeitkarten-Kunden sein, die bereits vorausbezahlt haben.

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