Streit um Christkindl-Trambahn

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.11.2000 (25/2000)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Seit 1994 gibt es in München eine Christkindl-Trambahn. Nach mehrjährigen Versuchen, ein solches Vorhaben zu realisieren, sprach der Oberbürgermeister, Christian Ude, damals ein Machtwort. Mit einer Woche Vorbereitungszeit wurde von den SWM-Verkehrsbetrieben und der Aktion Münchner Fahrgäste gemeinsam die Christkindl-Trambahn auf ihrer Ringlinie von der Theatinerstraße über Wiener Platz, Isartor, Sendlinger Tor zum Stachus eingesetzt. Wobei die SWM-Verkehrsbetriebe das Fahrzeug stellten, der Fahrer, das Personal und die Organisation kam von uns. Die ganze Sache war ein großer Erfolg und die Medien haben ausführlich und stets positiv darüber berichtet.

Leider erhielten wir auf Nachfrage in diesem Jahr am 29. September von einem Sachbearbeiter ein Schreiben mit den lapidaren Sätzen ‚Dank unserer ausgebauten Marketingkapazitäten werden wir ab diesem Jahr selbst eine Weihnachtstram zu Werbezwecken für die SWM-Verkehrsbetriebe organisieren. Wir gehen davon aus, daß Sie Verständnis dafür haben, daß wir unsere Fahrzeuge zu unseren Zwecken einsetzen wollen.‘

Wenig Verständnis hatten wir. Und auf abermalige Intervention des OB-Büros wurde uns eine Ecke im ‚Rollenden Christkindlmarkt‘ der SWM-Verkehrsbetriebe angeboten.

Beim ‚Rollenden Christkindlmarkt‘ handelt es sich um einen P-Zug, der von einer Agentur betrieben wird. Er verkehrt täglich auf derselben Strecke jeweils von 16:00 bis 20:00 Uhr und am Wochenende von 11:00 bis 20:00 Uhr.

Ohne Einfluß auf die Organisation konnten wir uns nicht für eine direkte Mitwirkung entscheiden. Wir setzen uns dafür ein, daß das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement weitergeführt werden kann. Der Überschuß unserer Veranstaltung kam übrigens einem gemeinnützigen Zweck zugute. Wir wollen wie bisher eine historische Christkindl-Trambahn (M/m-Zug), die zur angenehmen Pause im Weihnachtstrubel einlädt. Wir haben viel Zeit und Geld in das langfristig angelegte Projekt investiert. Es wäre traurig, wenn dies vergeblich gewesen wäre.

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