Tram 25: Hinke-Takt nicht zumutbar

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 19.08.2004 (08/2004)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

‚Will man die Fahrgäste der Trambahnlinie 25 mit Gewalt vertreiben?‘ Diese Frage muß man sich stellen, wenn man sich die Planungen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für die Linien 15 und 25 genauer ansieht: Auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt zwischen Großhesseloher Brücke und Max-Weber-Platz soll ein 6/7/7- Minuten-Takt den bisherigen 5- Minuten-Takt ersetzen. Nicht nur, daß eine der letzten fahrgastgerecht befahrenen Linien im Takt verschlechtert wird – es ergibt sich für die Fahrgäste von und nach Grünwald der Zwang zu einem 7- und 13-Minuten-Takt. Also nicht mehr merkbare Abfahrtszeiten (z. B. 7:08, 7:15, 7:28, 7:35, … statt 7:08, 7:18, 7:28, 7:38). Die vorhersehbare Folge wird ein Fahrgastschwund sein, der dann zu einer weiteren Ausdünnung zum Beispiel auf 20 Minuten führen wird. – Und dann braucht es vielleicht bald gar keine Trambahn mehr.

Derzeit wird über den weiteren Betrieb der Tram 25 zwischen der MVG und der Gemeinde Grünwald verhandelt, denn der bisherige Vertrag läuft Ende 2004 aus.

Wir fordern die Beibehaltung der Trambahn nach Grünwald – und dazu einen vernünftigen 10-Minuten-Takt. Dieser muß auf dem Gebiet der Landeshauptstadt München zu einem 5-Minuten-Takt verdichtet werden. Nur dieser Takt ist kompatibel mit dem 5- und 10-Minuten-Takt auf den U-Bahnlinien, zu denen die Tram 15 und 25 als Zubringer fährt.

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