Verzicht auf Trambahnausbau ist abwegig!

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 21.09.2007 (18/2007)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Immer wieder werden Forderungen laut, auf den Ausbau der Münchner Trambahn zu verzichten. Dabei werden Schreckgespenste an die Wand gemalt, die bisher noch in keinem Falle eingetreten sind – und auch nicht eintreten werden. Diesmal geht es um das kurze Stück vom Pasinger Marienplatz zum Bahnhof. Wer von der S-Bahn auf die Trambahn oder umgekehrt umsteigen will, wird bisher bei jeder Witterung gezwungen, ein paar hundert Meter zu Fuß zu gehen. Dem soll durch eine kurze Verlängerung der Wendeschleife zum Pasinger Bahnhofsvorplatz abgeholfen werden. Die Fahrgäste, die wirklich den Linienverkehr benutzen haben kein Verständnis dafür, daß diese Verbesserung nun in Zweifel gezogen wird.

Welcher Erfolg ist heute die Tram 16 und 17 zwischen Hauptbahnhof und Romanplatz. Aber genau diese Strecke war durch verkehsspolitische Kurzsichtigkeit 13 Jahre lang stillgelegt. Welchen Aufschrei gab es, als die Tram 25 vom Ostfriedhof zum Max-Weber-Platz verlängert wurde? Von einem endlosen Autostau war die Rede, vom Verderben des Handels entlang der Strecke. Aber es gibt keinen Stau durch die Trambahn – und die Zahl der Unternehmer hat eher zugenommen, weil die Angebote von der Trambahn aus wahrgenommen werden.

Wir verurteilen die ideologische Bekämpung der Trambahn auf jeder Linie und an jeder Stelle. Genauso wie es ein Fahrgastaufkommen gibt, das nur den Einsatz der U-Bahn zuläßt, so gibt es Verbindungen, die nur vernünftig mit der Trambahn geschaffen werden können.

Bei der Forderung nach einer Verlängerung der U-Bahn nach Pasing, sollte zuerst ein Blick in die Kasse gemacht werden. Wollen wir eine zweite S-Bahnverbindung oder eine Verbesserung der Anbindung des Flughafens? Schade wäre, wenn alles gefordert würde – und nichts realisiert werden könnte.

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