Große Koalition für Leistungsverschlechterung bei der MVG?

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 21.07.2009 (26/2009)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Kürzungen bei der Münchner U-Bahn und kein angemessenes Angebot auf der wichtigen Trambahnlinie 27 werden dem Stadtrat von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für den Fahrplan 2010 vorgeschlagen. Von einem verlängerten 10-Minuten-Takt bei Trambahn und Metrobus ganz zu schweigen. Ein trauriges Kapitel der Münchner Verkehrspolitik wird aufgeschlagen. Dies befürchten wir nach dem beinahe einstimmigen Beschluß des vorberatenden Ausschußes. Nur Stadtrat Akmann von der Linken stimmte gegen die Angebotsverschlechterung.

Was soll man von einer Verkehrspolitik halten, die den bestehenden U-Bahnverkehr nicht finanzieren kann, aber neue Strecken planen lassen will. Von einer Politik, die noch keine Idee hat, wie die Reparaturen und Erneuerungen der bestehenen unterirdischen Anlagen bezahlt werden sollen.

Wir müssen in Erinnerung rufen, daß der MVV steigende Fahrgastzahlen verkündet hat. Auch der Jubel über den Richard-Strauss-Tunnel für die Autofahrer klingt uns noch in den Ohren. Aber die Fahrgäste sollen ab Dezember noch öfter in die Röhre schauen – in eine leere U-Bahnröhre.

Die Leistungen werden vermindert, aber die Fahrpreise und die Gehälter der Manager steigen. Und die Feinstaubwerte vielleicht auch.

Aus Sicht der Fahrgäste ist das MVG-Leistungsprogramm 2010 nicht akzeptabel.

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