Schandfleck U-Bahnhof Stiglmaierplatz

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.08.2009 (29/2009)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Schon Mitte letzten Jahres wurden die Kacheln von den Säulen im U-Bahnhof Stiglmaierplatz entfernt. Seither müssen die Fahrgäste diesen trostlosen Anblick ertragen. Noch im Januar diesen Jahres hat sich jemand bei der Münchner Verkehrsgesellschaft daran erinnert und den Medien erläutert, daß die Preise für die Keramikfliesen zu hoch sind. Daher wurde damals die Ersatzbeschaffung zurückgestellt. Anscheinend sind die Preise immer noch nicht tief genug gesunken.

Dieses kleine Beispiel mit den teuren Fliesen für gerade mal 16 Säulen in einem Bahnhof zeigt, wie schierig der Unterhalt für die unterirdischen Verkehrsanlagen zu finanzieren ist. Dies sollte man bendenken wenn man Pläne für eine zusätzliche U-Bahnlinie in München schmiedet.

Alexander Freitag, der Geschäftsführer des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes wies in der letzten Woche darauf hin, daß in Deutschland nach einer aktuellen Studie ein Nachholbedarf für bis heute nicht ausgeführte Erneuerungsinvestitionen in die Fahrwege und Bahnhöfe der U-Bahnen, Stadt- und Straßenbahnen in Höhe von rund 2,4 Mrd. € besteht. Für turnusmäßige Reinvestitionen werden bis zum Jahr 2025 darüber hinaus jährlich 550 MIO. € benötigt. Davon wird aber sicher nur ein kleiner Teil für die fehlenden Fliesen am Stiglmaierplatz und an der Maillinger Straße benötigt.

Der U-Bahnhof Maillinger Straße ist übrigenss in demselben traurigen Zustand.

Wir hoffen, daß das Oktoberfest wie immer ungeahnte Kräfte freisetzt – und sich die Bahnhöfe bis dahin wieder in einem attraktiveren Erscheinungsbild zeigen. Gemeint ist das Oktoberfest im Jahr 2009.

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