Lokführer dürfen mit den Fahrgästen nicht Katz und Maus spielen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 22.02.2011 (10/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Grundsätzlich haben die Fahrgäste viel Verständnis für die Lokführer und ihr Recht, sich für ihre Interessen einzusetzen. Allerdings ist die Informationspolitik der Gewerkschaft nicht hinnehmbar. Am Montag, 21. Februar 2011, wurde kein Streik durchgeführt, obwohl damit gerechnet werden mußte. Allerdings wurde am Abend ein Streik für den nächsten Tag zwischen 6 und 8 Uhr angekündigt. Diese geringe Vorlaufzeit erschwert es den Fahrgästen, sich darauf einzustellen. Auch ist der gewählte Zeitpunkt nicht dazu geeignet, die Pendler, die mit der Bahn fahren müssen, wenigstens etwas zu schonen.

‚Bei allem Verständnis für die Forderungen der Lokführer und meinem Respekt vor dem hohen Gut des Streikrechts, kann ich das Katz-und-Maus-Spiel der Lokführer nicht akzeptieren‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir fordern, daß die Gewerkschaft künftig 48 Stunden vor dem Streik über ihre Absichten informiert, damit sich die Fahrgäste darauf einstellen können.‘

Die Tarifparteien müssen jetzt umgehend an den Verhandlungstisch zurückkehren. Es muß auch bei den Lokführern, so wie in vielen anderen Bereichen möglich sein, daß man sich auf einem vernünftigen Wege einigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.