Vorwarnzeit beim Lokführerstreik ist zu kurz

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 25.02.2011 (11/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Streik der Lokführer am Freitag, 25. Februar 2011, von 08:30 bis 11:30 hatte für die Fahrgäste gravierende Auswirkungen, war aber wenigstens für die Mehrheit der Pendler, die rechtzeitig ihren Arbeitsplatz erreichen mußten, nicht katastrophal. Allerdings war die Vorwarnzeit viel zu knapp. Daher konnten sich manche Fahrgäste einfach nicht mehr rechtzeitig darauf einstellen. Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert, daß Streikaktionen mindesten 48 Stunden vor Streikbeginn angekündigt werden, da nicht jeder Fahrgast immer und überall Zugang zum Internet hat. Auch bei vielen Redaktionen trifft eine Meldung um 18:00 Uhr bereits nach dem Redaktionsschluß ein.

Der Fahrgastverband nimmt anerkennend zur Kenntnis, daß die Streikleitung mehr Rücksicht auf die Pendler genommen hat. Auch ist die Streikdurchführung von einem großen Maß an Fairneß gekennzeichnet. Dies ist sicherlich auch ein Indiz für ein gutes Betriebsklima. Leider ist der Einfluß der Fahrgäste, die ja der eigentliche Arbeitgeber sind, auf die Verkehrsunternehmen eher beschränkt. Daher müssen die Lokführer das Wohl ihrer Fahrgäste immer besonders im Blick haben.

‚Der Zeitraum des Streiks entspricht jetzt schon eher dem, was man sich unter einem Warnstreik vorstellt‘, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir freuen uns, daß unserem Wunsch zur Schonung der Pendler entsprochen wurde. Natürlich wünschen wir uns jetzt, daß umgehend Tarifverhandlungen aufgenommen werden und den Fahrgästen weitere Arbeitskampfmaßnahmen erspart bleiben.‘

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