Pünktlich und zuverlässig: Die MVV-Tariferhöhung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 23.09.2011 (53/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Heute, am 23. September 2011, treffen sich wieder einmal zwei geheime Zirkel des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV): Hinter streng verschlossenen Türen werden sie beratschlagen, was den Fahrgästen noch zuzumuten ist. Nicht nur fehlende Fahrzeuge, Busse und Bahnen, die verspätet fahren, ganz ausfallen oder einfach gestrichen wurden und marode Strecken, die wochenlang nicht befahren werden können sind in München Hemmnisse für einen funktionierenden Linienverkehr. Auch Ungerechtigkeiten im Tarif und mangelnde Flexibilität bei Wochen- und Monatskarten tragen zum Verdruß der Fahrgäste bei. Die Aufgabe der Politik wird es sein, Preis und Leistung wieder in ein angemessenes Verhältnis zueinander zu bringen und den gestiegenen Fahrgastzahlen gerecht zu werden. Kritisch müßten sich die Verantwortlichen fragen, ob die Prioritäten richtig gesetzt sind und ob die Rahmenbedingungen stimmen.

‚Klar und deutlich lehnen wir als Fahrgastverband eine MVV-Tariferhöhung ab, wenn es nicht im kommenden Fahrplanjahr zu weiteren Verbesserungen kommt‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die Zuverlässigkeit aller Betriebszweige und das fahrplanmäßige Angebot an Plätzen und Verbindungen müssen gesteigert werden.‘

Erste Schritte in die richtige Richtung gibt es sowohl bei der S-Bahn als auch beim Bus. Das kann aber noch nicht alles sein. So muß das Netz der Metrobusse in Moosach wieder geschlossen werden, der 10-Minuten-Takt bis Zehn (22 Uhr) für die Trambahn- und wichtige Buslinien bleibt auf der Tagesordnung und die Fahrgastinformation im Störfall bleibt verbesserungswürdig.

Auch die Preise einzelner Tarifangebote, wie zum Beispiel der Streifenkarte, haben die Schmerzgrenze erreicht. Junge Leute und Menschen, die nicht mehr berufstätig sind, können keine Mehrbelastung mehr ertragen.

‚Wir werden das Verhalten derjenigen, die bei kommenden Wahlen nach Macht und Ämtern streben genau beobachten‘, sagt Andreas Nagel abschließend.

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