Sperrung der Münchner S-Bahnstammstrecke

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.07.2012 (31/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die flexible Reaktion der Fahrgäste im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) auf Einschränkungen im Angebot wird in den kommenden Wochen wieder einmal auf eine harte Probe gestellt. Die Stammstrecke der S-Bahn wird an sieben Wochenenden zwischen Ostbahnhof und Pasing gesperrt und durch einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen ersetzt. Zusätzlich werden aber auch die in teilweise parallel geführten U-Bahn- und Trambahnlinien verstärkt.

‚In verschiedenen Gesprächen mit den an der Planung der Stammstreckensperrung beteiligten Mitarbeitern konnten wir uns von der intensiven Vorbereitung der Bahn auf diese Baumaßnahme überzeugen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Unsere Vorschläge und die Erfahrungen aus dem letzten Jahr wurden berücksichtigt, so daß wir von der geplanten Verkehrsabwicklung und der Fahrgastinformation einen guten Eindruck haben.‘

Auch diese massive Einschränkung zeigt nach Ansicht des Fahrgastverbandes, wie wichtig der Verbundgedanke in München ist. Eine gute Vernetzung der Verkehrsmittel erleichtert es den Fahrgästen bei Baumaßnahmen oder Störungen doch noch ans Ziel zu kommen. Auch die Tangentialverbindungen, die allerdings noch massiv ausgebaut werden müssen, stellen eine erhebliche Erleichterung dar.

Die einheimischen Fahrgäste werden sich auf die Stammstreckensperrung wieder einstellen und sich teilweise auch über das Internet eine neue Verbindung suchen. Für Fahrgäste, die das System nicht so gut kennen werden wieder in ausreichender Anzahl Mitarbeiter zur Fahrgastinformation zur Verfügung stehen.

Der Ansatz mit einer einzigen SEV-Linie die S-Bahnstammstrecke zu bedienen ist richtig. Dies ist ein für die Fahrgäste verständliches Vorgehen. Im vergangenen Jahr hat es sich schon bewährt, die Busse im 3-Minuten-Takt von den jeweiligen Endhaltestellen abfahren zu lassen.

Den Fahrgästen kann man auch die Benutzung der Regionalzüge empfehlen, die zum Beispiel zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof verkehren. Dies sind die Züge aus Mühldorf und Rosenheim. Im Regionalzug können auch Fahrräder mitgenommen werden, was in den Bussen leider nicht möglich ist.

‚Wir hoffen, daß mit der Bündelung von verschiedenen Baumaßnahmen die Zuverlässigkeit der S-Bahn nachhaltig gestärkt wird. Für die Zukunft bleibt es eine vordringliche Aufgabe, Vorhaben wie die Sendlinger Spange und den Regionalzughalt Poccistraße voran zu treiben‘, so Nagel abschließend.

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