Fahrgastverband gratuliert den Stadtwerken München

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 11.10.2012 (51/2012)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Für die neue Münchner Trambahnlinie nach St. Emmeram bekommen die Stadtwerke München (SWM) den „Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur‘ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

‚Wir gratulieren den Stadtwerken München und der Münchner Verkehrsgesellschaft ganz herzlich zu diesem Preis‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Die jahrzehntelangen Bemühungen der Fahrgastverbände, des Verkehrsunternehmens und der verantwortlichen Politiker werden damit belohnt.‘

Am 13. März 1991 hatte der Münchner Stadtrat den Ausbau der Trambahn beschlossen, nachdem es eine lange Diskussion um die Stillegung der gesamten Trambahn gegeben hatte. Der schon einmal betriebene Streckenabschnitt dieser nun preisgekrönten Linie vom Effnerplatz bis zum Cosimabad wurde deshalb unter dem damaligen Oberbürgermeister Erich Kiesl abgebaut. Sogar das bereits vorhandene Planum wurde entfernt und mit der Pflanzung von Bäumen vermeintlich unabänderliche Tatsachen geschaffen.

Der erste Anlauf zum Bau der Trambahn nach St. Emmeram scheiterte, da es einige Bürger verstanden, der Politik mit der Furcht vor Elektrosmog einen Schrecken einzujagen. Ein örtlicher Stadtratskandidat war einer der verbissenen Gegner. Dann wurde der Bau unmittelbar nach Fertigstellung des Straßentunnels am Effnerplatz versprochen. Die Bürger und Fahrgäste mußten aber immer noch bis zum 19. Mai 2010 warten bis Oberbürgermeister Christian Ude mit einem feierlichen Spatenstich den Baubeginn bekannt gab.

Die Trambahn nach St Emmeram wird von den Fahrgästen so stark genutzt, daß die Münchner Verkehrsgesellschaft schon im nächsten Jahr den Forderungen der Lokalpolitik und des Fahrgastverbandes folgen und den Takt in nachmittäglichen Berufsverkehr verstärken wird.

Die Linie 16 ist auch deshalb so erfolgreich, weil sie sowohl sehr günstige Anschlüsse zur U-Bahn bietet, aber gleichzeitig auch wichtige Ziele in der Innenstadt direkt ereicht.

‚Wir hoffen, daß dieser Preis die Stadtwerke und das Rathaus beflügeln weitere wichtige Projekte wie die Westtangente in Angriff zu nehmen‘, sagt Nagel abschließend.

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