Zusätzliche Kapazitäten für Wiesnverkehr erforderlich

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 07.10.2012 (49/2012)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die An- und Abreise der Fahrgäste zum Münchner Oktoberfest sind immer eine besondere Herausforderung für die Verkehrsunternehmen, die Sicherheits- und Rettungskräfte. In den vergangenen zwei Wochen sind die Wiesnbahnhöfe sehr oft an Ihre Kapazitätsgrenzen gekommen. Nur dem massiven Einsatz von Betriebspersonal und Polizei ist es zu verdanken, daß es in diesem Jahr gerade noch einmal einigermaßen glimpflich ausgegangen ist. Mehr Fahrgäste sind aber auf diese Weise nicht mehr abzufertigen. Da der Wiesnverkehr ja nicht unerhebliche Fahrgeldeinnahmen in die Kassen der Verkehrsunternehmen bringt, müssen künftig zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Die Landeshauptstadt München muß wieder für eine Wiesnlinie der Trambahn sorgen – und dafür auch die erforderlichen Gleisanlagen bauen. Zunächst kann aber auch auf den bestehenden Anlagen eine Linie eingerichtet werden. Es ist wirklich absurd, daß die Fahrgäste der Trambahnlinien 20 und 21 am Hauptbahnhof in die übervolle U-Bahn umsteigen müssen. Hier könnte eine direkte Linienwegänderung in Richtung Festwiese ganz leicht Abhilfe schaffen. Das Ziel der Mehrheit der Fahrgäste ist abends und am Wochenende eben die Wiesn und nicht der Stachus.

Aber auch für den S-Bahnhof Hackerbrücke müssen neue Überlegungen angestellt werden. Dort kam es sehr häufig zu Engpässen. Leicht ist diese Aufgabe nicht, das ist klar. Aber vielleicht kann man die Fahrgastströme noch etwas entmischen. Grundsätzlich wird man an baulichen Maßnahmen längerfristig nicht vorbei kommen.

‚Die Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen und der Polizei haben auch während der Wiesn 2012 viel geleistet. Dafür danken wir Ihnen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Für das kommende Jahr benötigen wir allerdings zusätzliche Kapazitäten.‘

Die spektakuläre Rettung eines Mannes aus dem Gleisbereich der S-Bahn am vergangenen Samstag zeigt allerdings, daß die gesamte Gesellschaft über den übermäßigen Alkoholgenuß nachdenken muß. Vielleicht kann auch das Nachdenken des Einzelnen durch eine Beteiligung an den Kosten an der von ihm verursachten Betriebsstörung angeregt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.