Kostenlose interkulturelle Toiletten sind für München notwendig

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 10.05.2013 (13/2013)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Der Zustand der öffentlichen Toiletten, die sich in vielen Münchner U-Bahnhöfen befinden, entspricht sicherlich nicht in vollem Umfang einer wohlhabenden Stadt. Das muß sich ändern. Die Lösung, die dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Reissl vorschwebt ist allerdings abwegig. Er will viele Toiletten schließen – und für die anderen eine Gebühr verlangen, die aber nicht einmal kostendeckend ist. Eine solche Idee kann nur jemand haben, der über einen Schlüssel zur ‚Stadtratstoilette‘ im Rathaus verfügt.

In anderen Städten kann man sich heute schon anschauen, wozu es führt, wenn in den unterirdischen Anlagen keine kostenlosen Toiletten verfügbar sind. Es findet sich dann immer eine dunkle Ecke, die das Wohlbefinden der anderen Fahrgäste nicht gerade steigert. Natürlich gibt es auch Beispiele von öffentlichen Toiletten, die mit warmem Wasser, Seifenspender und Papierhandtüchern ausgestattet sind. Ihre Benutzung ist zum Beispiel in Sydney kostenlos.

Genauso wie den Benutzern der Autobahnen kostenlose Toiletten zur Verfügung gestellt werden, muß dies auch für die MVV-Fahrgäste gelten. Dabei muß die Ausstattung auch den hygienischen Ansprüchen anderer Kulturen, die sogar höher wie die mitteleuropäischen sind, genügen.

‚Es ist ein wirkliches Armutszeugnis für die Münchner Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister Christian Ude, daß es nicht gelingen will, ordentliche kostenlose Toiletten zur Verfügung zu stellen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Den Lösungsansatz mit einer neuen städtischen GmbH lehnen wir genauso ab, wie die Einführung von Toilettengebühren.‘

Toilettengebühren gab es übrigens schon einmal in München. Diese wurden abgeschafft, da das Einsammeln der Münzen teurer war als der Ertrag.

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