Tarifkonflikt muß auch einmal am Verhandlungstisch gelöst werden

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 22.06.2014 (16/2014)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Wieder einmal droht der Münchner Nahverkehr durch einen Streik lahm gelegt zu werden. Besonders ärgerlich ist, daß man die Fahrgäste über den Beginn und das Ausmaß der Arbeitskampfmaßnahmen im Ungewissen lassen will. Bisher haben die Fahrgäste gewerkschaftliche Forderungen mit viel Verständnis aufgenommen. Aber inzwischen ist ein kritischer Punkt erreicht. Die Tarifauseinandersetzung auf Kosten Dritter wird zunehmend kritisch gesehen.

‚Ich kenne keine Branche in Deutschland bei der so oft und so vehement gestreikt wird, wie beim Nahverkehr‘ sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir fordern eine genaue Ankündigung aller Maßnahmen spätestens 72 Stunden vor dem Beginn!‘

Die Sicherheit der Arbeitsplätze muß bei den gewerkschaftlichen Forderungen auch einmal in Betracht gezogen werden. Während die Mitarbeiter namhafter Münchner Unternehmen in ständiger Ungewißheit leben und um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen, sind die Arbeitsplätze bei den Verkehrsunternehmen sicher. Betriebsbedingte Kündigungen sind unbekannt.

im Jahr 2014 kommen durch die ‚Sonnensteuer‘ ungeahnte Kosten auf die Fahrgäste zu. Die Kapazitäten müssen dringend ausgebaut werden, um der Nachfrage Schritt zu halten. Und die MVV-Tariferhöhung zum Jahreswechsel darf zu keinem Schock bei den Fahrgästen führen.

‚Wir fordern die Tarifparteien auf, sofort an den Verhandlungstisch zurückzukehren und eine Lösung des Tarifkonfliktes herbeizuführen!‘ so Nagel abschließend.

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