Warnstreik in Nürnberg ist maßlos überzogen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 24.06.2014 (17/2014)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse in Nürnberg werden bestreikt. Die Gewerkschaften haben zu einem Warnstreik mit einer Dauer von 24 Stunden aufgerufen.

‚Mit völligem Unverständnis blicken wir nach Nürnberg‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Ein Warnstreik mit einer Dauer von 24 Stunden ist völlig maßlos und überzogen!‘

Schon ein einstündiger Warnstreik wäre ein nicht zu übersehendes Signal. Er hätte schon gravierende Auswirkungen auf den Betrieb von Bussen und Bahnen. Wer über soviel Macht, wie die Gewerkschaften im Nahverkehr verfügt, muß diese macht auch verantwortungsvoll einsetzen. Es werden unzählige Fahrgäste getroffen, die ja nicht zum Spaß die Linienverkehrsmittel in den frühen Morgenstunden nutzen. Hier werden Leute getroffen, die oft auch nicht über alternative Fortbewegungsmöglichkeiten verfügen.

Der Fahrgastverband dankt den Verantwortlichen in München, die ein besonneneres Vorgehen angekündigt haben. Allerdings ist die von den Gewerkschaften selbst gesetzte Frist von 24 stunden bereits unterschritten, wenn es zu wirksamen Maßnahmen in der morgigen Frühe kommen soll.

‚Wir bleiben dabei, daß die Gewerkschaften einen Streik 72 Stunden vorher ankündigen müssen‘, sagt Nagel weiter. ‚Sonst ist es ein leeres Gerede, daß nicht gegen die Fahrgäste gestreikt wird. Ein Warnstreik muß auch ein überschaubares Ausmaß haben 24 Stundel liegen ja völlig außerhalb des Verantwortbaren.‘

Die Wirkungen des Streiks des Fahrpersonals auf die Arbeitgeber sind im übrigen zweifelhaft. Alle Besitzer von Zeitkarten bezahlen ja weiterhin, die Verkehrsunternehmen sparen sich einen großen Teil der Personalausgaben, die ja nicht unereheblich sind. Es wirrd zwar niemand zugeben, aber vielleicht ist ein Streik sogar gut für die Kasse der Arbeitgeber. Das wäre natürlich besonders fatal.

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