MVV-Fahrgästen droht eine massive Fahrpreiserhöhung ohne Leistungsverbesserung

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 05.09.2014 (24/2014)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Den MVV-Fahrgästen droht zum Jahresende eine massive Fahrpreiserhöhung. Aber eine angemessene Ausweitung des Leistungsangebotes ist trotz steigender Fahrgastzahlen nicht in Sicht. Die Politik ist nun auf allen Ebenen gefragt, ordnend einzugreifen. Es ist immer ein geheimnisvolles Ritual, wie die MVV-Fahrpreise erhöht werden. Die Verkehrsunternehmen benötigen regelmäßig mehr Geld, um das Angebot finanzieren zu können. Daß die Fahrgäste dieses Geld aufbringen müssen, würde man aber am liebsten verschweigen.

Interessant für die Fahrgäste ist einmal die absolute Zahl der durchschnittlichen Erhöhung, dann aber auch die Verteilung auf die verschiedenen Kundengruppen. Sollen die treuen Zeitkartenkunden verstärkt zur Kasse gebeten werden – oder die Gelegenheitsfahrer, die sich dann vielleicht vom teuren Linienverkehrsmittel abwenden?

Natürlich gibt es eine Vielzahl von Rahmenbedingungen, die beachtet werden müssen. So kann man die Fahrkarten nur in Schritten von 10 Cent verteuern, damit die Automaten damit zurecht kommen.

Die Anliegen des Fahrgastverbandes sind einerseits ein auskömmliches Einkommen für die Verkehrsunternehmen, aber auch akzeptable Preise für die Fahrgäste, die auch noch gerecht verteilt sein sollen. Was ärgerlich ist, sind doppelte Aufwendungen, die niemand nützen oder sinnlos erbrachte Leistungen. Die Finanzierung zusätzlicher Leistungen, wie die Verlängerung der Metrobuslinie 50 nach Moosach und anderes erwarten wir vom Münchner Stadtrat, der damit seiner Verpflichtung zur Daseinsvorsorge nachkommt.

‚Wir haben ganz klare Forderungen für die wohl unvermeidlichen MVV-Fahrpreiserhöhungen‘, sagt ’Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Wir können uns höchstens eine 2 vor dem Komma vorstellen – und das ist schon sehr üppig – und wir fordern Verbesserungen für die treuen Zeitkartenabokunden. Insgesamt muß endlich einmal die Ergiebigkeit des Tarifes gesteigert werden!‘

Wenn der Bartarif stabil bleibt, so müssen die Zeitkartenkunden einen überproportionalen Beitrag leisten. Dies ist in diesem Jahr auch gerechtfertigt, da mit der Einführung der flexiblen Wochen- und Monatskarte eine wesentliche Attraktivitätssteigerung erfolgt ist. Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert in diesem Zusammenhang allerdings eine Entlastung der Abokunden, die nur noch 9 mal zahlen und 12 mal fahren sollen. Eine Berücksichtigung muß auch die Tatsache finden, daß MVV-Kunden in der Münchner Innenstadt über ein sehr dichtes und gut vernetztes Liniensystem verfügen, während die Fahrgäste auf den Außenästen von Betriebsstörungen ganz massiv beeinträchtigt werden.

‚Wir fordern die Verantwortlichen von Land und Stadt auf, unnötige Ausgaben zu unterbinden, das Angebot entsprechend den Bedürfnissen auszubauen – und die Steigerung des MVV-Tarifes auf ein erträgliches Maß zu begrenzen‘, sagt Nagel abschließend.

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