MVV-Tariferhöhung 2014 ist unangemessen – Reiter muß handeln

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 25.09.2014 (27/2014)

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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de

Die Tariferhöhung im Dezember 2014 im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) ist unangemessen. Preis und Leistung stimmen nicht mehr überein. Zwar sind die an die Wand gemalten Schreckgespenster, wo von 6 Prozent oder von unterschiedlichen Preisen bei den Zeitkarten in der Stadt und im Umland die Rede war, nicht Wirklichkeit geworden, aber dennoch ist die Erhöhung viel zu happig.

‚Nach der Abstimmung in der MVV-Gesellschafterversammlung werden nun die Fahrgäste abstimmen. Und zwar mit den Füßen‘, sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. ‚Der Münchner Oberbürgermeister muß sich jetzt dringend um Qualitätsverbesserungen im städtischen Verkehrsunternehmen und im gesamten MVV kümmern!‘

Der Fahrgastverband wünscht sich Mehreinnahmen für den Linienverkehr, damit das Angebot auch entsprechend den Bedürfnissen der Fahrgäste ausgebaut werden kann. Aber wieder einmal wurde die Chance vertan, durch attraktive Angebote neue Kunden anzulocken, die auf Strecken oder zu Zeiten, wo es genügend Kapazitäten gibt, unterwegs sind und so zu zusätzlichen Einnahmen führen.

Wie kann die Stadt nun den Fahrgästen helfen? Vernünftig wäre es, wenn Steuergeld verstärkt für die Beschleunigung von Bussen eingesetzt werden würde. Dies spart Kosten und hilft den Fahrgästen auch schneller voran zu kommen.

Manches weitere Ärgernis bleibt, so beispielsweise der Umtauschzirkus mit den Streifenkarten. Oder die Ungerechtigkeiten an den Zonengrenzen.

Kinder sind beim MVV weiterhin gut aufgehoben, das ist eines der wenigen erfreulichen Ergebnisse der neuerlichen Tariferhöhung.

Warum die Preise in Nürnberg nicht so stark steigen, wie in München, bleibt das Geheimnis des Münchner Oberbürgermeisters und des Bayerischen Verkehrsministers. Fahrgäste verstehen es nicht.

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